Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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4vZ ' Komisch König

tige, aber, dünkt uns, nie genügende Weise versucht worden ist.Und diese Erklärung scheint uns gerade darum die richtigste und er-schöpfendste zu seyn, weil sie alle Proben, denen man sie unter-wirft, vollkommen besteht und zu allen möglichen Beispielen paßt,die sich darbieten. Von letzter» wollen wir, unter vielen, hier nureins anführen. Hat es nicht bisher die scharfsinnigsten Untersuchun-gen veranlaßt, aus welchem Grunde man jedesmal zum Lachen ge-neigt ist, wenn es sich zuträgt, daß ein Vorübergehender fällt?Nach unsrer oben gegebenen Erklärung dürfte es sich damit folgen-dermaßen verhalten. Derjenige, welcher über die Straße geht, willsich natürlich an irgend einen Ort begeben, um daselbst irgend einGeschafft zu verrichten: denn sonst wäre er natürlich zu Hause ge-blieben. Indem er nun dahin zu gehen im Begriffe ist, fällt er,das heißt, er thut gerade das Zweckwidrigste, was er in seiner ,Lage thun könnte, in so fern er nämlich durch das Fallen am Ge- ^hen und Fortkommen durchaus verhindert wird. Die absolute Zweck- !Widrigkeit also, welche daraus entsteht, ist es gerade, welche uns !so verkehrt erscheint, daß wir darüber lcchen müssen, und wir müs- !sen gerade um so mehr darüber lachen, je mehr dcrj- ^e, der fällt, >Eile zu haben scheint. Das aber, was Lachen erregt, oder dasLächerliche, ist eben das Komische. Was erscheint uns ferner !komischer, als wenn jemand, der sich auf einen Stuhl zu setzenglaubt, sich oft recht langsam und würdevoll aus die Erde setzt? .Ist etwas Widersprechenders zu denken, und thut jemand etwas,was seinem Endzwecke absoluter widerspräche, als wenn er sich, stattauf den Stuhl, auf die Erde setzt? Eben aus diesem Grunde er- -scheint uns auch ein solches Ereigniß so sehr lächerlich. Selbst dasmoralische Gefühl im Menschen, welches gebietet, sich nicht überdas Unglück seines Nebenmcnschen zu freuen, wird hier von demHange, nur den reinen Endzweck, entblößt von jeder persönlichenRücksicht (das Rein-Formelle), im Augenmerke zu haben, besiegtund hintcnangesetzt. Denn ob es uns gleich aus hundertfältiger Er-fahrung bekannt ist, daß der Mensch in jenen beiden angegebenenFallen sich oft sehr gefährlich verletzen kann; so wirkt dennoch unserVerstand, der sich von der Iweckwidrigkeit jener Handlungen gewis-sermaßen beleidigt fühlt, und sich daher des Spottes über dieselbenicht zu erwehren vermag, kräftiger in uns, als das moralischeGesetz, mit dem Unglücks unsrer Nebenmenschcn Mitleid zu haben.

S. Burlesk.

Komödie, s. Schauspiel.

K o morn, eine königliche Freistatt in der Gespannschaft gler- >cheS Namens in Niederungarn, im äußersten Winkel der InselSchütt, am Zusammenflüsse der Waag und Donau. Natur undKunst machen sie beinahe unüberwindlich. Die Stadt enthält S,ooo,und die ganze Gespannschaft 70,000 Einwohner, welche, bis aufwenige deutsche und dänische Slaven, lauter Ungarn sind. Es be-findet sich hier eine fliegende Brücke.

König heißt in der Sprache der Mineralogie das aus denErzen gewonnene reine Metall und Halbmetall. Man glaubt, daßdieser Ausdruck von ben Alchymisten herrühre, welche in allenSchmelzungen Gold, den König der Metalle, zu finden wähnte».

So sagt man auch K 0 baltkönig (s. d. Art.).

König— Römischer König— König von Rom.Nächst dem kaiserlichen Litel, wird in Europa der königliche als »er