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Fünfter Band. Von I bis L.
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4l2 KvmgSmark Kopf

fünde» hatten, drei Tage zu Quedlinburg verweilte. Bei dieser Ee-legezrhuit soll die Gräfin, im Namen des Königs von Polen, mitdem Czaar Unterhandlungen angeknüpft haben, welche auf die be-kannte» Verhältnisse der damaligen Zeit Beziehung hatten. Ohneuns weiter über die Ereignisse ihres Lebens verbreiten zu können,eilen wir zu dem Augenblicke, wo diese merkwürdige Frau, früherals es ihr von der Natur bestimmt zu seyn schien, durch einen un-glücklichen Zufall ein Raub des Todes werden sollte. Sie hatte sich,wie man erzählt, beim Ankleiden mit einer Nadel am Unterleideverletzt', und darauf nicht weiter geachtet. Diese Verwundung gingin Entzündung, und bald darauf in den kalten Brand über, anwelchem sie den iZ- Febr. 17-8 in ihrem fünfzigsten Jahre starb.Ihr Leichnam, an welchem man noch jetzt, beinahe nach ein»Jahrhunderte, Ueberreste von den Reizen der Gräfin erkennen soll,ward in der fürstlichen Gruft zu Quedlinburg beigesetzt.

KLnigstein, eine berühmte und unüberwindliche Bergfestungim meißner Kreise, nebst einem Städtchen gleiches Namens, an derElbe, auf der böhmischen Grenze, gehört zum Königreiche Sachsen.Der Berg, auf welchem die Festung liegt, hat, von der Oberflächeder Elbe, Z 5 o Ellen in der Höhe, und eine gute halbe Stunde imUmkreise. Der Bau der Festung selbst hat rZ8g unter dem Kurfür-sten Christian I. begonnen, ist aber 17Z1 erst gänzlich vollendetworden. Sie hat nur einen einzigen sehr verwahrten Zugang, kannweder unterminirt, noch von den umliegenden Bergen beschossen,noch ausgehungert werden, weil, außer dem jedesmaligen Proviante,hinlänglicher Ackerbau, auch Holz genug in der hohen Ebene ist,um die kleine Besatzung hinlänglich versorgen zu können. Außerdemhat sie nach einen Zoo Ellen tiefen gangbaren Brunnen, und kannsowol das unten gelegene Städtchen, als auch die Elbe, mit ihrenKanonen bestreichen. Sie hat gewöhnlich nahe an 600 Bewohner,wovon meistens 400 zum Militär gehören, und sämmtliche Handwerkezu treiben im Stande sind. Unter ihre vornehmsten Merkwürdig-keiten gehört das Zeughaus, das sogenannte Pagenbette (ein schma-ler Absatz der Mauer, auf welchem einst ein Page, ohne herunter-zufallen , geschlafen haben soll), das große Weinfaß (welches Z709dresdner Eimer enthält), die Kirche, die Keller, und der gegenüber-stehende, gleichfalls beträchtlich hohe Berg, der Lilie »stein.der sogenannten Georgenburg auf derselben werden die Staats-gefangenen verwahrt.

Konstanz, s. Costnitz. ....

Kops (physisch), derjenige Theil des thierischen und menschli-chen Körpers, welcher den Mittelpunct des Nervensystems, das Ge-hirn in sich enthält, und die Entwickelung der vorzüglichsten Sinneund Sinneswerkzeuge an sich hat. Aus dieser Erklärung schon stehtman, daß, wenn ja unter den organischen Gliedern eine Rangord-nung Statt findet, der Kopf diejenige Stelle, die er physisch ""MMenschen einnimmt, die oberste, mit Recht behaupten kann, wennauch, wie in der bekannten Fabel, die übrigen Glieder ihre Unenr-hehrlichkeit beweisen. Der Kopf des Menschen weicht in vielenStücken von dem der Thiere ab, und beweist nebst mehreren an-dern den Vorzug des Menschen in Ansehung der äußern Bildung-Der Mensch trägt den Kops aufwärts, und schaut gen Himmel, v->den Thieren steht er horizontal, oder gar unterwärts; der vordereTheil bildet das Gesicht glatt herunter, mit vollkommen und Mn