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Fünfter Band. Von I bis L.
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Korallen Körner 415

wie ein Zweig von einem Stamme, hervorgetrieben wird, und sichdaher, bei'm schnellen Wachsthums und bei der starken Vermehrungdieser sonderbaren Geschöpfe, die ungeheure Größe und der Umfangderselben erklären läßt. Wie schnell sich Korallen irgendwo anhäu-'fen, sieht man aus manchem Schiffswrak in Westindien, welchesoft über und über mit Korallen dicht bepflanzt ist, ob es gleichzuweilen noch kein völliges Jahr im Meere gelegen hat. Viele vul-kanische Inseln in der Südsee und in Westindien, z. B. Barbados,sind ganz mit einer Rinde überzogen. An manchen Küsten derSüdländer und einiger Südsceinseln ragen ungeheure Korallenstämmeaus einer erstaunlichen Liefe vom Grunde des Meers empor. —Die künstlichen Korallen werden aus rothgcbeizten Knochezrverfertigt.

Kork (Pantoffelholz) ist die Rinde von der Korkeiche(Eueren? -über). Dieser Baum unterscheidet sich, dem äußern An-setzn nach, fast gar nicht von der immer grünen Eiche; nur ist seineRinds nicht glatt, sondern rissig und schwammig. In dem Wüchse,,ja in den Blättern, die ebenfalls immer grün bleiben, bemerkt mankeinen Unterschied. Er wird in Italien, im südlichen Frankreich,in Spanien und Portugal gefunden, wo er, als ein dicker, hoherBaum, ein Alter von hundert Jahren erreicht. In Deutschlandkann er jedoch im Winter nicht im Freien auSdauern. Man hältihn daher bei uns in Gewächshäusern, wo er jedoch nicht großwird. Seine Früchte sind süßer, wie unsere Eicheln, und werdenin Spanien wie Kastanien gebraten und gegessen. Vielen Thierenund Vögeln sind sie eine nahrhafte Kost. Das Merkwürdigste andiesem Baume ist die Rinde, welche, wie schon oben gesagt, denKork liefert. So lange der Baum noch jung ist, darf man dieRinde, wenn er im Wachsthums nicht gestört werden soll, nur allesieben bis acht Jahre abschälen; im höhern Alter kann man dießohne Schaden alle vier Jahre thun. Diejenige Rinde, welche denSplint unmittelbar bedeckt, muß jedoch stets sorgfältig geschontwerden. Die Rinde von alten Bäumen bei der dritten Abschälungist die beste. Außer zu Stöpseln und zu Sohlen, dient der Korkauch, seiner Leichtigkeit wegen, zu Schwimmkl.idern. Ein Kann-st!, mit zwölf Pfund Kork gefüttert, erhält einen erwachsenenMenschen über dem Wasser. Aus verbranntem Kork wird ein- feineschwarze Farbe, das spanische Schwarz, gemacht. Kork-bildnerei, s. Felloplastik (besser Phelloplastik).

Körner (Theodor), ein deutscher Lyrtäus, der durch das An-denken des heiligen Krieges (iS>3) ewig gefeiert ist, war aus einerangesehenen und kunstliebenden Familie in Dresden den e3. Sept.*78l geboren. Sein Vater, der patriotische AppellationSrath Kör-"s* baselbst, als Schriftsteller im Fache der Staatswiffenschast undAesthetik (er ist Verf. der ästhetischen Ansichten, Leipzig, 1808 ) vor-ttzeildaft bekannt, nannte Schiller und Gothe seine Freunde, undstb ne oft in seinem Hause. Sein Großvater von väterlicher Seitewar der ehemalige Superintendent Körner in Leipzig, von mütter-ncher, der Kupferstecher Stock, ebenfalls daselbst. Die als Pastell-malerin berühmte Aemeis. Stock (deren mit der Mutter von Kör-ner zweiten Theile des Lebens von Göthe gedacht wird) warmne Tante. Der in seinen besten Hoffnungen gestorbene Pros.-vr^poldt in Danzig, und der Conrector Küttner an der Freischule>n Lresden, wann seine Lehrer. Beide nährten in ihm die glü-