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keit, hob die Leibeigenschaft auf, erklärte kaut, daß Polen nichtnach französischen oder jakobinischen Grundsätzen frei seyn wolle,gab endlich der Nation d. 29. Mai in dem hohen Nationalrathe,den er errichtete, die ihm anvertraute höchste Gewalt zurück. Soein Aristides und Einem,,-Uns als Bürger, Staatsmann und Feld-herr , war er zugleich Soldat, Unterthan und Regent. Aber erhandelte zu mild gegen die Verdorbenen unter seinen Lands-leuten; er wollte da« Recht und die Ehre wirken Haffen, wo nurder Strang die Feigen und die Verräther schrecken konnte. Hättedie Nation zu ihm sich erhoben, sie wäre nimmer unterqelegen.Mehrere Unglückssälle trafen die polnischen Heerhaufen bei Sczcko-ryn und an anderen dorten im Juni- Ränkemacher, selbstsüchtigeHäuptlinge und Furchtsame trieben ihr altes heilloses Spiel wieder.Friedrich Wilhelm verzweifelte Kosciuszko zu besiegen. Er machteihm glänzende Anerbietungen. Wie wenig kannte er den Mann ausWaShingrons Schule! Endlich entschied Eatharina den Kampf durchLruppenübermacht. Suwarow schlug in Volhynien bei Brzer diePolen unter Sierakowski den 18. und 19. Sept. Rcpnin drangdurch Litthauen vor, und vereinigte sich mit jenem; der russische Ge-neral Fersen sollte mit rr,cx>c> Mann zu ihnen stoßen. Dieß zuhindern, rückte ihm KoScjuszko von Warschau mit 20,000 Man»entgegen. Fersen griff ihn den 10. Oct. bei Macziewice (12Meilen von Warschau) an, ward dreimal zurückgeschlagen, durch-brach aber beim vierten Angriff die Linie der Polen; sie wurde»geschlagen; Kosciuszko sank mit Wunden bedeckt, unter den Wor-ten : kinis 1 >olor>ioe, vom Pferde, und fiel in feindliche Gewalt.In ihm verlor sein Vaterland alles. Suwarow stürmte Prags d.4. Nov. Warschau unterwarf sich d. 9. Nov. Madalinski verließGroßpolcn. Ein österreichisches Heer rückte in Polen bis Lublinvor. Adel und Bürger in Polen waren nicht einig; der Nativnal-rath ohne Kraft; auswärtige Hülfe blieb auS: so ging Polen un-ter. Doch unnütz für ihr Vaterland sind die, welche ihm sich op-ferten, nicht gefallen. Die öffentliche Meinung Europas war durchdie edle Anstrengung der Besiegten, für die unglücklichen Polen ge-wonnen; und Alexander scheint die theuerste Hoffnung der Nation,mit welcher sie von Napoleon grausam getäuscht ward, erfüllen zuwollen. Kosciuszko lebte mit einigen seiner Freunde in Rußlandals Staatsgefangener. Paul l. gab persönlich diese wackern Män-ner frei, und zeichnete Kosciuszko durch mehrere Beweise seinerAchtung aus. Er beschenkte ihn mit 1S00, und seinen Freund, denDichter Riemcewiz, mit 1000 Bauern. Beide begaben sich überLondon, wo Kosciuszko mit Auszeichnung behandelt wurde, nachAmerica. Letzterer sandte dem Kaiser Paul das von ihm erhalteneGeschenk von 12,0,00 Rubeln zurück; auch soll er die jährliche Pen-sion von 6000 Rubeln nicht angenommen haben. Sein Vermögenwar unbedeutend. America hatte ihm, als er nach dem gecndigtenamcricanischen Freiheitskriege in sein Vaterland zurückging, dasCincinnatus-Kreuz und ein Jahrgehalt gegeben. Mehr als dießgab ihm Washingtons Freundschaft. Auch jetzt fand er mit seinenbraven Genossen in America Schutz und Achtung. Da faßte Napo-leon den Plan auf, durch Polens Wiederherstellung Rußland wehezu thun, und sich die Herrschaft über das östliche Europa vorzube-reiten. Viele Polen lebten in Paris. Kosciusczko konnte aber,nicht bloß durch Krankheit, sondern vielmehr durch sein Paul I. ge-