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Fünfter Band. Von I bis L.
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Krusenstern 465

sol- ^ Gewässer kundige Seeleute besitzen. Krusenstern hatte hierüber die?ac. nöthigen Erfahrungen eingesammelt, als er im Revolutionskriege,dem von 1793 bis 1799 auf der englischen Flotte diente. Jetzt ver-schaffte ihm der russische Gesandte am englischen Hofe, Graf Wo-chen ronzoff, Gelegenheit, auf einem brittischen Chinafahrer selbst nach

sten Indien zu gehn. Er hielt sich in den I. 1798 und 1799 zu Can-

chen ton auf, und lernte daselbst die Bortheile kennen, die den ruffi-

Lelt schen Besitzungen auf der americanischen Küste aus einem unnüt-zen lesbaren Absätze ihres Rauchwerks erwachsen könnte. Der durch-

v«r dachte Plan aber, welchen er nach seiner Rückkunft dem Commerz-

us- minister- Herrn v. Soimonoff, überreichte, daß nämlich mit den

eise boo adeligen Seecadetten zugleich ,00 Nichtadelige, aber bloß

aßer zum Kauffahrteidienste erzogen werden, ferner daß Schiffbaumate-

dige rialien mit Handwerkern, Büchern und Instrumenten, oder kleine >

M, Schiffe aus den Häfen der Ostsee den russischen Kaufleuten auf

uns den Aleuten und auf der Küste von America zugeführt werden

irrn sollten, damit die Russen ihren Activhandel nicht mehr Auslän-

die dern überlassen dürften, sondern unmittelbar ihre Pelzwaaren in

ide- Canton absetzen und dadurch außer der Rückfracht, auch tüchtige

nm Seeleute für die kaiserl. Marine erhalten könnten, fand kein Ge-

alS hör. Erst Alexander faßte, durch den Minister, Grafen Roman-

die Soff und den Admiral Mordwinoff aufKrusensterns Vorschläge auf-teile merksam gemacht, desselben Plan auf, und übertrug dem wackern

lche Seemann, nach einer von dem damaligen Commerzminister, nach-her maligen Reichskanzler, Grafen von Romanzoff, entworfenen Jn-

er- struction, die nähere Untersuchung der Rordwestküste von America.

000 Später verband man damit den Nebenzweck, die seit Laxmanns

er Reise nach Japan zerrissenen Handelsverbindungen in Rangasaky

In- wieder anzuknüpfen. Krusenstern trat willig aus seiner unabhän-

i er g>gen und glücklichen häuslichen Lage heraus, um seinem Bater-

ier- lande zu dienen. Die Wahl des Personals beider Schiffe war ihm

mte überlassen. Außer dem Astronomen Hörner aus der Schweiz,

en- den Naturforschern Tilesius aus Leipzig, Langsdorff

Zoo und dem Arzte Laband , war kein Ausländer am Borde. Seinem

en- Freunde, dem Capit. Lieut. Lisanskoy übergab er die Führung

ilie der Newa. Nachdem er mit der verständigsten Sorgfalt für den

„m sweck der Reise Alles vorbereitet hatte, verließ er den 5. Oct.

die die Rhede von Falmouth. Den 26. Nvv. wehte zum ersten Male

ihm die russische Flagge jenseit des Aequators; den 19. Aug. 1806 kam

-rn. die Nadeshda zu Kronstadt an. Man muß über die Reise selbst

iuf- verschiedenen Beschreibungen nachlesen. Das Hauptwerk ist:

deu Reise um die Welt in d. I. i8o3 bis 1806, auf Befehl Gr.

sich M.Kaisers Alexanders I. auf den Schiffen Nadeshda (die Hoff-

„cs uung, und Newa, unter dem Commando des Capitains von der

er- NMarine, A. F. ».Krusenstern. St. Petersburg. Auf

Kosten des Verf. I. II.III. Lh. 4. 1810. igra. Die beiden erstenneu ^heile enthalten die Erzählung der Reise und kosten i5 Rthlr.;

an- der dritte Lheil dieses classischen Werks enthält naturhistorische

;te, ""d physikalisch,uautische Abhandlungen vom Hofr. Tilcsius, Dr.

zus "ri Espenberg, Hofr. Hörner und dem Cap. Krusenstern. Ein

oss, ^upplementband soll noch folgen. Der Atlas in 6 Heften enthält

' "^dr Japan und naturhistorische und ethnographische Ab->del vom Hofr. Tilesius. Eine -te Aufl. dieses Werks ist

he» "Nr Bewilligung des Verfassers in Berlin bei Haude und Spener

«°n». Lex. M.Aufl,) V, Jo