Kulichan Kunst 475
»ter- Als die Verbündeten aus ihn eindrangen, flehte er um Gnrde; al-und lein man rief ihm zu, daß derjenige, welcher niemals in seinem Le-ituh- den Gnade ertheilt habe, auch keine zu empfangen werth scu). Und
s im so hauchte Schah Nadir unter den Streichen der Mörder seine bos-
Ei- hafte Seele aus.
izu- Kunkellehn (von Kunkel, die Spindel, oder auch das
ben, Spinnrad) heißt dasjenige Lehn, welches entweder Weiberm verlie-
lerk- h«n ist, oder auf Weiber forterben kann. Reines Knnkelle.hn, wel-
Jn- ches nur auf Weiber forterbt, giebt es nicht: denn sobald« männ-liche Erben da sind, fällt das Lehn auf diese. In demselben Sinnege- heißt Kunfeladel ein solcher Adel, der, bei einem m,adligenlän- Vater, von der Mutter herstammt.
ichte Kunst. I. Im weitesten Sinne. Alle Kunst ist etwar! Prac-
Na- tisches, d. h. auf freien Krastäußerungen vernünftig-sinnlicher We-be» sen in der Sinnenwelt Beruhendes; denn sie ist (subjektiv) i-ie Ge-
ähr- schicklichkeit oder Fertigkeit vernünftig-sinnlicher Wesen, gewisse,
ihm nach freien Zwecken bestimmte, regelmäßige Wirkungen hervorzu-
nach bringen; oder (objectiv) das ganze Gebiet der äußern Wirkungen
errn und selbststandigen Erzeugnisse dieser freien Thätigkeit in der Sin-
Fol- nenwelt. Die Aeußerungen sind aber, und mithin diese Wirksam-em keit selbst, um so vollkommener, je mehr durch sie etwas für sich
sspl bestehendes, ein selbstständiges, zu jenen Zwecken in alle» seinen
den Theilen übereinstimmendes Werk hervorgebracht wird, welches wir
ein- in so fern Werk der Kunst im eigentlichen Sinne des Worts, oder
mit Kunstwerk nennen, unterschieden von Kunststück, welches sei-
im nem inneren Werthe nach von weniger Bedeutung ist, und in der
ssen Regel nur den Zweck hat, eine überraschende Fertigkeit im Her-
ei- vorbringen flüchtiger und vorübergehender Wirkungen durch kluge Ue-
ipt- bung erworben, oder nur auf Sinnenschcin und Täuschung gegrüu-
von det (Blendwerk), an den Tag zu legen. Durch jene Bestimmung ist
ge- nun die Kunst von der Natur und ihren Erzeugnissen (Naturpro-
:goß ducten) unterschieden, die wir nur uneigentlich, und durch gewisse
)in- auffallende Uehnlichkeiten an den äußern Erscheinungen geleitet,
hete Künstlerin und künstlich nennen (s. den Art. Kunsttriebe):
au- denn die Natur wirkt, ob sie gleich wie die Kunst hervorbringt,
ibei nach nothwendigen Gesetzen bewußtlos ihre Erscheinungen. Bon
«reu der andern Seite wird die Kunst durch Natur begründet, und
ür- durch sie allein möglich gemacht. Sie setzt einen Stoff voraus,
ist- den sie gestaltet, und der sich auf die Erscheinungen der Natur un-M- mittelbar oder mittelbar bezieht. Der Mensch kann nämlich, wie
mch schöpferisch auch seine Einbildung wirke, dennoch keinen Stoff im
ker, eigentlichen Sinne erschaffen. Seine Schöpfung bezieht sich also auf
l er Formgebung; die höchste ist eine originelle Combination. Er
hm> ben Stoff, in welchen er bildet, von der Natur und Ge-hen schlchte; und dieser Stoff muß eben so wohl der Bildung zu ver-
' "UMigen Zwecken fähig, als der Mensch für die Auffassung, Wahr-
ihl "fbmung und Bearbeitung desselben empfänglich gedacht werden. In
^ ^ auf dessen Kunstfähigkeit insbesondere ist die Kunst schonge- ?aourch von der Natur abhängig, daß der Mensch zugleich natur-
""d die Natur in ihm die höchste uns bekannte Stuffeoll- oer Vollkommenheit und Bildung erreicht hat. Vermittelst letztererN^ur auf, lernt ihre Gesetze kennen, und auf dieselbe^ -sg Zur Erreichung seiner Zwecks einwirken. Die Gesetze,
«e». »q welchen er Werke der Kunst hervorbriugt, sind daher zugleich