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von diesen, als ihren Kberherren, vieles angenommen haben müssen.In Betreff des Charakters müssen wir besonders von den Sparta-nern rühmen, daß sie schon von den ältesten Zeiten an eine selteneStandhaftigkeit und Beharrlichkeit zeigten, welche in der Folge vielzur Erhebung ihres Staates beitrugen. Durch kein Unglück, durchkeine Niederlagen konnten sie muthlos gemacht werden; vielmehrgingen sie auf 'das einmal vorgesetzte Ziel mit unbesiegbarer Festig-keit los, bis sie dasselbe erreicht hatten. Mit Unwillen bemerktman aber auch ihre Treulosigkeit und verratherischc Hinterlist. Diesebewiesen sie in den meffenischen Kriegen, wo sie nicht allein denarkadischen König Aristokrates durch Bestechung zur schändlichstenWerrätherci an den Meffcniern verleiteten, sondern auch offenbarmit dem delphischen Orakel einverstanden waren, und sich desselbenbedienten, um den Meffcniern zu schaden. Bon den Sitten undGebräuchen derselben wollen wir nur kürzlich Folgendes melden.Das Alter, in welchem die Spartaner ihre Ehebündnisse schloffen,war durch die lycurgischen Gesetze bei den Männern auf das drei-ßigste, und bei den Weibern auf das zwanzigste Jahr bestimmt.Wenn eine Spartanerin schivanger war, mußten, nach eben diesenGesetzen, in dem Zimmer derselben Gemälde von den schönsten Jüng-lingen aufgehangen werden, damit dadurch ein glücklicher Eindruckauf die Leibesfrucht gemacht werde. Die Spartanerinncn gebarenwahrscheinlich ohne Hülse einer Hebamme, dahingegen in Athen dasGeschäfft der Geburtshülfe anfangs von den Aerzten, nachher vonbesonders dazu eingesetzten Hebammen ausgeübt wurde. Die Spar-tanerinnen gebaren, wie man sagt, über einem Schilde, und dasKind, wenn es ein Knabe war, wurde in einen Schild gelegt undihm die Worte zugerufen: ä tun, -i oxi tun (entweder mitdiesem, ober auf diesem). Wenn die andern Griechen dasneugeborene Kind mit Wasser abwuschen, und es nachher (was auchdie Spartaner zuweilen thaten) mit Del einrieben; so badeten diesehingegen ihre Kinder' in Wein, um hierdurch gleich anfangs dieStärke ihrer Leibesbcschaffenhcit zu prüfen. Sie glaubten näm-lich , ein Weinbad ziehe schwächlichen Kindern gichtische Verzückun-gen, ja selbst den Tod zu, verleihe den Starken hingegen eine dauer-hafte Gesundheit. Wurde das Kind nun für gesund und stark be-funden; so nahm es der Staat unter die Zahl seiner Bürger auf.3m entgegengesetzten Falle wurde dasselbe dem Tode überliefert, undin eine am Berge Taygetus befindliche Kluft geworfen. Bei allenübrigen griechischen Staaten war die Aussetzung der Kinder Mode,in Athen durfte sogar, nach Solons Gesetzen, der Vater das Kindbis zum fünften Lage tödten; bei den Spartanern hingegen wardie Aussetzung verboten. Schon in den ältesten Zeiten fand, wieaus dem Homer erhellt, auch in Sparta der Gebrauch der AmmenStatt, damit den Weibern die reizende Form des Busens erhaltenwerden möchte. Die Ammen wurden nachher als Theile der Fa-milie angesehen und als solche geachtet. Die Kinder der Spart«-wurden zu einer harten und freien Lebensart gewöhnt: unge-wickelt wurden sie, damit sie den freien Gebrauch der Glieder be-halten sollten, in den Schild gelegt. Schnürbrüste, von denen man«er andern griechischen Völkern eine Spur findet, kannten die Spar-kaner durchaus nicht. Doch findet man bei ihnen eine Art des Wie-vermöge eines Rüttelns mit dem Schilde geschah;vvch steckten sie nicht, wie die übrigen Griechen, dem schreienden