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so suchte «an die Jugend sehr sorgfältig mit den Gesetzen ihresVaterlandes bekannt zu machen. Da nun daselbst keine geschriebeneGesetze vorhanden waren; so wurden sie der Jugend mündlich ge-lehrt. Auch die Ehrbcgierde ward bei ihnen vorzugsweise als eineder nothwendigsten Leidenschaften im Menschen, durch die zweckmä-ßigsten Mittel zu bewirken, und die stärkste Empfindlichkeit gegenEhre und Schande in dem jungen Zöglinge zu erwecken gesucht. Die ^Erziehung der Mädchen in Sparta wich von der atheniensische»gänzlich ab. Statt, wie in Athen, zu Hause zu bleiben, Wolle zuspinnen, und sich des Weins und zu starker Nahrung zu enthalten,lehrte man die Mädchen in Sparta tanzen, singen, mit einanderringen, auf der Rennbahn laufen, den Diskus werfen u. s. w. Diesgeschah öffentlich und halb nackend. Die Spartanerinnen machte»überhaupt in ihren gymnastischen Uebungen fast eben so große Fort-schritte, wie die Jünglinge. Die Ursache, warum Lykurg das weib-liche Geschlecht fast eben so, wie das männliche, zu erziehen befahl,war unstreitig die, daß dadurch für die künftige Nachkommenschaftdesto besser gesorgt werde.
Lacepede, Er- Senator, Großkanzler der Ehrenlegion undGraf, ward zu Agen am 26. Dec. 175s geboren. Dieser berühmteNaturforscher, ein Zögling Büffon's und Daubenlon's, war vor der -Revolution Aufseher des königlichen Cabinets in dem botanische»Garten zu Paris, und Mitglied mehrerer Academiecn. Bei dem Aus-bruche der Unruhen ward er Mitglied des Departements von Paris,und 179c dessen Deputirtcr bei der Gesetzgebung, wo er nach ein-ander zum Sccretär und dann zum Präsidenten erwählt wurde.Nachdem er in das Rational - Institut getreten war, nahm er am >20. Jan. 1796 im Namen der Deputation dieses Corps das Wort,als sie im Rathe der Fünfhundert dem Haffe des Königthums denEid ablegte. Im I. 1799 berief ihn Bonaparte in den Erhal-tungssenat. Er hielt darin die Gedächtnisreden auf Daubento»und Dolomieu, und wurde 1801 Präsident desselben. Im I. -8<>öernannte ihn Bonaparte zum Großkanzler der Ehrenlegion, i8°lerhielt er die Senatorie von Paris und im Februar das rothe Band.Man gesteht Lacepede gründliche Kenntnisse und die Kunst zu, dietrockensten Gegenstände seiner Wissenschaft mit den Annehmlichkeiteneines glänzenden Styls auszuschmücken. Sein wichtigstes Werk ißseine Ausgabe des Büffon, den er mit der üistoire ckos guaäru-xöckes oripsres ei serpents fortgesetzt hat.
Lachen (Anthropologie und Aesthetik) wird im eigentlichenVerstände nur dem Menschen zugeschrieben, weswegen auch einigealte Philosophen die Fähigkeit zum Lachen als ein unterscheidende»Merkmal des Menschen von den Thieren ansahen, und den Men-schen durch ein mit der Fähigkeit zum Lachen begabtes Geschöpf °e-finirten. In so fern es nun auch unstreitig wahr ist, daß derMensch vorzugsweise vor den Thieren zu beurtheilen vermag, waskomisch, also folglich lächerlich ist, in so fern hatten die alten Mlosophen mit jener Erklärung nicht ganz unrecht. Im »»eigentliche»Verstände gebrauchen es die Dichter von der leblosen Natur, unslassen Blumen, Wiesen und Fluren lachen. Unter dem eigentliche»Lachen verstehen wir diejenige körperliche Handlung, die sich durg>eine stoßweise, gleichsam konvulsivische Ausathmung der Lust, «wy-rentheils mit gleichartigen Tönen der Stimme und fröhlichen 0°'sichtszügen verbunden, zu erkennen giebt, und wodurch eine zwo