^ Lapis Lazuli Lappland 577
i er der Sapphir der Alten, auf dessen Beschreibung er, aber nichtunser Sapphir, paßt. Er wird zu dem sogenanten Ultramarin,der bekannten kostbaren Malerfarbe, gebraucht, welche die theuersteunter alten ist: denn die Unze wird mit vier Thalern bezahlt.Doch gebraucht man statt deren fetzt die. feinste Schmälte, welchefast deren Stelle vertritt. Es giebt auch einen unechten Lasur-stein (armenischer Stein), der aber im Feuer die Farbe verliert,am Stahle keinen Funken von sich giebt und sich nicht polirenläßt. Er wird zum Bergblau gebraucht, und ziemlich häufig inArmenien gefunden.
Laplace, einer der berühmtesten und um ihre Wissenschaftsehr verdienten jetzt lebenden Astronomen, und gegenwärtig .1814)ein Greis von beinah 80 Jahren, war zu Beaumont geboren, undlehrte einige Zeit an der dortigen Militärschulc die Mathematik,i Spater begab er sich nach Paris und widmete seine Thätigkeit derl Astronomie, die von ihm bedeutend erweitert wurde. So wandteer das Gesetz Newtons, nach welchem die Weltkörper auf einanderwirken, und durch dieses Wirken gegenseitig gewisse Störungen inihren Bahnen veranlassen, auf die Astronomie an, und gab die For-mel, nach welcher diese Störungen zu berechnen sind. Aber auchder Senat nahm seine Thätigkeit in Anspruch. Von 'den Consulnzum Minister des Innern ernannt, ward er bald in diesem Postenvon Lucian Bonaparte abgelöst. Im Dec. 1799 trat er in denErhaltungssenat, ward i8o3 zum Bicepräsidenten und im Sept.zum Kanzler desselben erwählt, außerdem noch in den Grasenstanderhoben und mit dem großen Bande der Ehrenlegion beschenkt.Von seinen Schriften, die zum Theil in den Memoiren der Aka-demie zerstreut siud, ist vielleicht die wichtigste sein Mäennirzu.«;
, cöleste.
Lappland (Sameland), eine große Landschaft in Eu-ropa, grenzt gegen Norden an das Eismeer, gegen Süden an Finn-land, gegen Osten an das weiße Meer und gegen Westen an Nor-wegen. Sie wird eingetheilt i> in das dänische (norwegische)Lappland (Finnmarken) , 2) in das russische Finnland und 3) in
das schwedische Lappland. Das dänische Lappland wird zu demnorwegischen Stifte Drontheim gerechnet. Das russische Lapplandwird in Muremanns-Leporie, in Lerskoy-Leporie und Bellamo-reskoy-Leporie eingetheilt. Das schwedische Lappland ist größer, alsdie andern beiden zusammengenommen und wird in sieben Lapp-marken eingetheilt: s) Jäneslands-Lappmark, Angermanns-lans- (Aseln-) Lappmark, «) Umeolappmark, ä.) Piteolappmark,^ Luleo-Lappmark, k) Lorneo-Lappmark und s) Kemt-Lappmark.Das ganze schwedische Lappland hat keine Städte, sondern nur3i Dorfschaften oder Flecken mit ungefähr 8000 Einwohnern. Indiesen Dörfern befinden sich ir Kirchen, welche nur aus Balkenund Brettern zusammengefügt sind. Man findet im Lande Eisen,Blei, Kupfer, Krystall, Magnete, Quecksilber, Zinnober und an-dere Mineralien. Es hat viele Felsen und Berge, ist überaus kaltund hat schöne Zobel, Hermeline, Marder und anderes kostbaresPelzwerk. Die Einwohner sind finnischer Abkunft, und theilen sichin Gebirg- und Seelappen. Jene, die von ihren Rennthieren le-den, sind reicher; diese hingegen genießen meistens nichts als Fi-Iche. Sie sind verzagt, von mittler Größe und mehrentheils bräun-lich. Ihre Kleidung ist grobes Luch und Pelzwerk; ihr größterS»n«. Lrx. (N. rlufl.) v. Z 7