5Y2 Laune Laura 1
Weges hinreich end, ein solches Produkt hervorzubringen, ^ vo^wenn sie sich nicht mit andern Talenten verbindet. Der Launige ist ^ mäund macht lustig, er verliert sich oft ins Bizarre und Barocke, und ! inkann Gegenständen, durch Witz, den Schein der Lächerlichkeit geben, j 2 Zaber selbst die Laune mit Witz verbunden, oder die witzige Laune, rü
ist noch nicht zur komischen Produktion hinreichend. Der bloß witzi- i trigen Laune ist es nur um Einfalle zu thun, daher sind ihre Pro- ! ste
ducte momentan. Die komische Production verlangt Phantasie i koi
zur Ausbildung eines Ganzen. Die Laune ist daher auch noch nicht > beider Humor (iruniour) im ästhetischen Sinne, oder die humoristische zei
Laune der Engländer. Der Humor, in dieser strengsten Bedeutung, Sc
ist von jener, besonders wo sie sich als Persiflage, oder feine wc
satyrische Laune zeigt, nicht bloß dadurch verschieden, daß er Kr
mit Gefühl und Rührung gern verbunden ist, und mithin anzieht bli
und erwärmt, während jene oft beleidigt, abstößt und erkältet, bil
sondern hat noch mehrere eigenthümliche Züge, z. B., daß er mit ge^
Gutmüthigkeit und Naivetät, und einer ungemcincn Vorliebe zu er
dem Sonderbaren verbunden, daß er wechselnd und phantastisch M
ist, daß der Ernst oft dazwischen tritt, wobei doch immer der jh>
Scherz die Oberhand behält; vor allem aber daß der Humor mit ih,
Phantasie verschmolzen weniger beschränkt nicht aus einzelne Gegen- üb
stände, sondern immer aus das Ganze gerichtet ist, lebendig indiri- ei,
dualisirt u. s. w. Das Weitere hierüber, siehe in dem Artikel de
Humor, «nd in Jean Paul F. Richters, dieses wahren deutschen ge
Humoristen, Vorschule der Aesthetik (VI Programmen), wo dieser D>
Unterschied, obwol nicht völlig klar, ausgeführt und mit Beispielen w<
belegt wird. Daß aber in letzter«: der ästhetische Humor, oder der - w,darstellende, individualisirende gemeint werde, liegt am Tage. Die P
antiken Darstellungen, welche durchaus mehr nach Objektivität I!
hinstrebten, besitzen ihn nicht. In der neuern Zeit aber ist die sie
Laune in den komischen Darstellungen, wie das Lyrische über- ab
Haupt, vorherrschend, daher vielleicht Jean Paul das Humoristische sie
das Romantisch-Komische nennt. Von dem Launigen und Lau- tu
Nischen unterscheiden wir endlich noch den Launenhaften, Bi
oder den, welcher der Laune im ersten Sinne, d. i. dem Launen- hi
Wechsel unterworfen ist, der sich selbst zu beherrschen unfähig, statt stc
in seinen Entschlüssen von einem festen Willen und besonnener Prü- G
fung geleitet zu werden, unstät wie die Meercswoge, der wandel- so
baren Stimmung seines Gemüths folgt. Eine solche Abweichung W
von dem völlig gesunden, oder völlig vernünftigen Zustande, La
grenzt mehr oder weniger an das Ungereimte, und führt dadurch rr
das Lächerliche herbei; daher ist die Laune mit dem Komischen ver- Ai
wandt und zeigt sich oft in demselben, so daß man sie sogar als S>
Unterart des Lächerlichen betrachtet hat. Der launische fü
und der launenhafte Charakter können nämlich von einer sehr fä
lächerlichen Seite betrachtet werden; die (gute) Laune und der uu
Launige aber ist belustigend oder macht lächerlich und gehört zurDarstellung des Lächerlichen. D. W
Laura, die berühmte Geliebte des großen Petrarcha, von vo
der man lange nichts Bestimmtes wußte, und sich mit Mährchen eil
trug, über welche aber der Herr von Sade in seinen iVIemoires to
xour In vie üe I'r. ketrnrgue aus Familiennachrichten bestimm- 8a
lere Kunde gegeben hat. Sie stammte aus einem vornehmen pro- ar
venzalischen Geschlechte, und war Tochter eines Syndikus, Audiderr Ze
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