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del mit eigenün Weinen. Ihren vorzüglichsten Erwerbzweig ha-ben die Einwohner jedoch von den vielen Fremden, welche wegen jder schönen Lage, so wie in der Absicht, sich in der französischen ^Sprache und im gesellschaftlichen Tone der feinen Welt auszubil- !den, aus allen Gegenden Europa's nach Lausanne kommen. Sie jstand ehemals unter dem Eanton Bern, dessen Landvoigt auf dembischöflichen Schlosse residirte, und über das umliegende Land zugebieten hatte. Der Bischofs, welcher 1716 zum Reichsfürsten erho-ben war, hielt sich, seit die Stadt die reformirte Religion ange- ?nommen hatte, nicht mehr zu Lausanne, sondern zu Frey-burg auf.
Lausitz heißt das vor Alters slavische, jetzt deutsche Land,welches im Osten an Schlesien, im Süden an Böhmen, im We-sten an Meißen und den sächsischen Kurkreis und im Nordenan die Mark Brandenburg grenzt. Es zerfallt in die Oberlau-sttz, oder den südlichen, und die Niederlausitz, oder den nördlichenTheil, obwol der wendische Name Lausitz, ein Marschland bedeu-tend, bis ins igle Jahrhundert nur der Ricderlausitz, auf dieer auch allein paßt, eigen war. Die Oberlausitz hatte vor al-ten Zeiten keinen besondern Namen, späterhin hieß sie diesechsLandeund Städte. So werden auch beide TheileWarkgrafthümer genannt, obgleich uur die Niederlausitz einesäst. Nach Süden an die Sudeten sich anlehnend, und von daLurch fruchtbare Felder gegen die Niederungen der Riederlausitz--ablaufend, bietet die Oberlausitz eine anziehende Abwechselung-ebener und bergiger Gegenden, und allenthalben den Anblick desLurch Wohlstand belohnten sorgfältigen Anbaues. Getreide istdas hauptsächlichste Product der Ebene, der dagegen Holz man-gelt, welches in dem Gebirge und in den nordwestlichen Gegendenin Ueberfluß ist. In letztern wird aber auch viel Heidekorn ge-bruct. Die Riederlausitz, ein waldiges, von vielen Flüssen undkleinen Seen bewässertes Land, worin morastiger Boden mit vor-herschendem Sande wechselt, ist dem Ackerbau weniger günstig; dahingegen die Obstcultur hier ausgezeichnet ist, und freiwillige Er-zeugnisse der Natur, als Holz, Wild, Fische, sich im Ueberflußfinden. Die Spree, die auf den Sudeten entspringt, und in ge-rader Richtung nach Norden der Mark Brandenburg zuströmt,kann als der Hauptfluß beider Lausitzen betrachtet werden, undder Hauptwald der Riederlausitz heißt von ihr der Spreewaid.Die Reiße und der Queiß, so wie der der Lausitz nur wenig un-gehörige Bober gehören zum Flußgebiete der Oder, welche dieRiederlausitz am äußersten Nordosten so streift, daß nur Ein lan-sitzer Dorf (Schiolo) auf ihrem rechten Ufer liegt, welches, mitdem dasigen bedeutenden Oderzoll, zwar im hnbertsburger Friedenan Preußen abgetreten wurde, aber nie übergeben worden ist.Däe Bevölkerung beider Leusitzen beträgt eine halbe Million Men-schen. Die sorbischen Wenden, die im ?ten Jahrhundert vondiesen Landen Besitz genommen, machen noch die Mehrzahl derLandbewohner aus. Eine besondere Tracht ist ihnen eigen, undsie haben den alten Nationalhaß gegen die Deutschen noch be-wahrt. Dagegen wohnen in den Städten fast lauter Deutsche.Die wendische Spreche ist in der Ober- und Riederlausitz, bis zurMühsamkeit des gegenseitigen Berstehens, verschieden. Die Lau-sitzer sind ein Volk von großer Betriebsamkeit in vieten SstelM