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LiN-lsitz 597
sche ssieist die Jahrhunderte lang gereifte Kraft am lebhaftestenzu fühlen und am stärksten zu äußern begann, im I, 15z? schlof-fen auch die sechs Städte einen Bund, der Uebermacht des AdclSdie Wage zu halten, wodurch sie erworben, noch jetzt das Län-desregiment zur Hälfte in Händen zu haben, Carl IV. verleibteizgZ die Oberlausitz durch eine förmliche Urkunde dem KönigreicheBöomen ein, zertheilte sie aber selbst, indem er das Land Gör-litz seinem dritten Sohne Johann gab, der Herzog von Girlitzhieß, nach dessen Tode (rZgzl jedoch dieser Landesrhcil an Böh-men zurückfiel. Im olmützsr Frieden (ro, July 147g) trat KönigWladislav V. von Böhmen die Lausitz nebst Schlesien und Mäh-ren an Matthias Corvinus von Ungarn auf Lebenszeit ab j seitdessen Tode aber ist sie unzertrennlich bei Böhmen geblieben, undmit ihm 15-6 an Oesterreich gefallen, unter dessen Kaiser Ru-dolf II, im I. 15S2 den Ständen einen Freiheits - und Gna-denbrief ausstellte, der noch jetzt, unter dem Namen der Oberge-richksgnade, die Hauptbasis ihrer Vorrechte ist. In der Rieder-lausitz stiftete zuerst Otto I. , nach Bezwingung der lusitzer Sla-ven, eine Markgrafschaft unter dem Namen der östlichen Mark,auch die Mark Lausitz genannt. Der erste bekannte Markgraf,Gero, führte viele Kriege mit den Wenden, und vererbte diemarkgräsiiche Würde auf sein Haus, das 107Z mit Otto ausstarb.Diesem folgte Dcdo aus dem wettinischen Hause der nachherigenMarkgrafen von Meisten, und diesem der Herzog Wratislav vonBöhmen, welcher sie aber gegen Dedo's Sohn, Heinrich den Ael-tern von Meisten, nicht behaupten konnte. Dem Sohne des letz-ter», Heinrich dem Jüngern, entriß die Niederlausitz 112z GrafWieprecht von Greitzsch. Ihn verdrängte wiederum Albrecht vonBallenstädt, mußte sie aber Wieprechts Sohn, Heinrich, n3r wie-der überlassen, nach dessen unbeerbtem Tode (n86) Kaiser Lothar II.den Markgraf Conrad den Großen von Meisten damit belehnte.Dieß Land blieb nun mit Meisten verbunden, bis Friedrich mitder gebissenen Wange es in dem Vergleich zu Kangermünde (1Z12)an Brandenburg abtreten mußte, wodurch Waldemar von Bran-denburg beide Lausitzen auf kurze Zeit vereinigte: Nach Ausster-ben der askanischcn Markgrafen von Brandenburg (rzig) nahmder askanische Kurfürst Rudolf III. von Sachse» Brandenburgund Lausitz in Anspruch, und suchte sich in Besitz der letztern zusetzen; mußte aber bald dem neuen Kurfürsten Ludwig von Bran-denburg, Sohn Kaiser Ludwigs des Bayern , weichen. DessenBruder, Ludwig der Römer und Otto verpfändeten die Nieder-lausitz 1Z61 an die Markgrafen von Meisten, Friedrich den Stren-gen, Baithasar und Wilhelm. Kaiser Carl IV. kaufte 1364 dembrandenburgischen Hause alle seine Rechte anf die Riederlausitz ab,lösete sie von den Markgrafen ein, und gab sie dem Herzog Volksvon Jauer und Schweidnitz zu Lehn (1568). Als aber dieser schonnach zwei Jahren unbeerbt starb, vereinigte Carl sie mit Böhmen.Seitdem hak sie stets das Schicksal BöhmenS, und namentlich derOberlausitz getheilt, indem sie 1479 mit an Ungarn, und 1526 anOesterreich gekommen. Als im Anfange des Sajährigen Krieges dieLausitzen und Schlesien sich gegen Ferdinand II. und seinen Reli-gionszwang empört, und der protestantische Kurfürst JohannGeorg I. von Sachsen die Gefälligkeit gehabt hatte, diese Ländermit gewaffneter Hand zum Gehorsam des Kaisers zurückzubringen,