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<»621) verpfändete ihm dieser die Lausitzen für sechs Millionen ^Gulden. als so hoch die Kosten dieses Auges berechnet worden. ^(1623) Als derselbe Kurfürst, indeß des Kaisers Feind und Gli, ^stav Adolfs Bundesgenosse geworden, i6Zz von den Schweden und !der Sache seiner Religion wieder abfiel, und mit Oesterreich denprager Frieden schloß, erwarb er von Ferdinand die Lausitzen fürsein Haus erb- und eigenthümlich als ei» böhmisches Lehn, so daßOesterreich sich nur eine Schutzgerechtigkeit über die katholischenStifter vorbehielt. Bon der ernestinischen Linie ward nur den(nun ausgestorbenen) Herzogen von Sachscn-Altenburg, nach derenAbgang aber den Nachkommen der Töchter Johann Georgs einErbfolgerecht zugesichert; doch sollten beide Markgrafthümer stetsungetrennt bleiben.. Die Nachkommen der Tochter Johann Georgs !sind das großherzoglich hessische und das herzoglich oldenburgischeHaus. Nach dem posener Frieden wurde der von Preußen abge-tretene, mitten in der Niederlaußtz liegende, cottbuffer Kreis da-mit vereiniget, in Finanzsachen jedoch unmittelbar dem Finanz- >Kollegium zu Dresden unterworfen. Ik. I,.
Laute hat ihren italienischen Namen (il liuto), so wie ihrenfranzösischen lla lutll), warhrscheinlich vom deutschen erhalten, undist aus der alten Lyra (s, d. Art.) entstanden. Bei den Lateiner»heißt sie oder Nestlest». Dieß Instrument hat einen ge-
wölbten Ban» (Corpus) von sehr dünnen Spänen zusammenge-setzt, einen Resonanzboden (Dach) von tannenem Holze, einen Stielvon ansehnlicher Länge, welcher Griff heißt , und an dessen Endeder Hals befindlich ist, woran .die Töne durch Bande gezeichnetsind, und oben einen krumm heruntergebogenen Kopf (Kragen),woran die Saiten (welche mit der linken Hand, wie ungefähr beidei der Guitarre, gegriffen, und mit der rechten Hand angeschla-gen werden) durch Wirbel befestiget sind. Gemeiniglich hat dießInstrument zwölf bis dreizehn Chöre (Doppelsaiten), welche jedes-mal nach der Tonart, aus welcher man spielen will, gestimmtwerden müssen. Die Noten, nach welchen man dieses Instrumentspielt, pflegen nicht, wie gewöhnlich, auf fünf, sondern auf sechsLinien geschrieben zu werden. Man hatte ehemals folgende ver-schiedene Lauten : Die kleine Octav-Laute, die kleine Discant-Laute, die Chorist- (Alt-) Laute, die Tenor-Laute, die Baß-Lauteund die Gcoßockavbaß-Laute. Wahrscheinlich ist die ungemeineSchwierigkeit, mit welcher dieses Instrument theils gestimmt, theilsgespielt wird und die unaufhörliche Verstimmung desselben, derGrund, warum die Laute, kein gangbares Instrument mehr ist>Um einen Begriff von der Verstimmung derselben zu geben, kanndie Antwort eines berühmten Lautenspielcrs dienen. Als diesereinstens gefragt ward, wie lange er die Laute gespielt habe: s»gab er gerade den vierten Theil der Zeit an , während welcher erdieses Instrument wirklich ausgeübt hatte. Man bezeigte ihm seineVerwunderung darüber, und nun sagte er, die übrige Zeit habeer gestimmt. Uebrigcns ist der Bezug der Laute auch so kostbar,daß Matthisson von ihr behauptet, es koste zu Paris einerlei Geld,ein Pferd oder eine Laute zu halten.
L au t e rb r u u n e n, ein schweizerisches Pfarrdorf in einemengen Thale, im deutschen Theile des Cantons Bern, ist wegendes schönen Wasserfalles, der Gtanbbach, berühmt, welcher ßHvon einer Höhe von grz Fuß herabstürzt. Das reizende Thal, en