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Fünfter Band. Von I bis L.
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Leipzig 647

«ätzen gegen Lindenau vor, der Reiter-General Graf Meerveldt,und die österreich. Nachhülfe hatten den Auftrag, von Pegau nachConnewitz vorzugehen, während die Heersabthcilungen, welche Witt-genstein, Kleist und Klenau befehligten, ihren linken Flügel anGröber» und den rechten an Raunhof lehnten. Bcnnigsen warmit seinem Corps nur so weit zurück, daß er nach anderthalb La.gen in die Linie rücken konnte, so auch Collorcdo; Tolstoy aberhatte Dresden eingeschlossen. Als Rückhalt standen in kleiner Ent-fernung hinter chen benannten Heerhaufcn die russischen Grenadiere,die russischen und preußischen Leibwächter und die russischen schwe-ren Reiter, sämmtlich befehligt von Barclay de Tolly, unterwelchen der Großfürst Konstantin, wie auch die Generale Mi-le^adowitsch und Rajewsky geboten. — Alle für Einen undZeder für Allel war des verbündeten Heeres Losung, und amik. Morgens, begann der Kampf mit furchtbarem Donner au«tausend Feucrschlündcn. Napoleons Absicht war, zunächst die Schau-ten unter Schwarzenberg zu vernichten, weil sie, Erfurt und Raum-burg am nächsten stehend, ihm die gefährlichsten schienen. Baldward also Schwarzenberg im Mittelpuncte und auf dem rechtenFlügel so heftig angegriffen, daß er, um nicht durchbrochen zu wer-den, die Nachhülfe unter dem Prinzen von Hessen-Homburg aufdas rechte Ufer der Pleisse übersetzen und vor Gräbern aufmarschi«reu lassen mußte. Mit wüthendem Grimme ward nun gestrittenum die Dörfer Dölitz, Wachau und Liebertwolkwitz. Angriff folgteauf Angriff, und Napoleon verstärkte seine Flügel-Enden so unge-heuer, daß es kaum möglich blieb ihnen zu widerstehen. Dochhielten Wittgenstein, Klenau und Kleist, von Barclay unterstützt,den ungleichen Kampf, bis Graf Nostltz aus Gräbern hervorbrach,die Franzc» nach Markkleeberg zurückwarf und ihnen 8 Kanonenabnahm. So waren alle Anstrengungen der vorgetriebenen Massenunter Morticr, Macdonald, Lauriston und Sebastiani dort vergeb-lich, ja Sebastiani's ungeübte Reiter wurden von den ostpreußischenund brandenburgischen schweren Reitern jämmerlich zusammengc-hauen, und Klenau behauptete seine Stellung zwischen Großpöstnaund Seisertshain. — Während jenes Gemetzels ward auch auk demrechten Flügel der Verbündeten wüthend gefochten. Napoleon warfhier eine gewaltige Masse von Kürassieren, von Fußvolk und Ge-schütz gegen Gossa, welches etwa eine halbe Stunde von Gröber»entlegen ist, und «eil dort die Verbündeten nicht hinlänglich starkwaren, drang die Masse durch und gewann 26 Feuerschlünde. Daging es an ein Jauchzen der durch Leipzigs Gaffen sprengendenPolizeireitcr, die Sieg über Sieg schrieen. Mit allen Glockenwurde geläutet, und der König von Sachsen selbst zog zur Kirche,um Gott zu danken, daß der Franzose nun ferner der Herr, undder Deutsche der Knecht bleiben werde. Aber das Blatt wendetesich schnell; denn Alexander sandte seine Gardc-Kosacken unterLrlow Denisow dem wilden Schwärme entgegen. Unterstützt durchdie russischen Grenadiere und ein mörderisches Geschützfeuer, trie-ben die braven Kvsacken den durchgebrochenen Schwärm bis hinterWachau zurück, und als der Obcrfeldherr Schwarzenbcrg ein all-gemeines Borrücken gegen die Berg-Ebenen von Wachau befahl,wurden am Abend die Franzosen wirklich hinter ihre erste Luf-stellungslinie zurückgedrängt. Fürst Aloys Lichtenstein behauptetesich den ganze» Lag hindurch in seiner Ltcllunz und Giulay drang