Band 
Fünfter Band. Von I bis L.
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stand er; endlich machte er sich auf den Weg, ward jedoch vonSteckbriefen verfolgt, und fand also bei allen seinen Bekannten,auf deren Hülfe er sich verlassen hatte, nicht allein die unfreund-lichste Ausnahme, sondern wäre sogar bald von dem Abte derKlosters zu Ainna» obgleich seine Epigamme mehrere Lobgedichteaas denselben enthielten, seinen Verfolgern ausgeliefert worden.Run ward er nicht allein von Wittenberg förmlich verwiesen, undin dem dessalsigen Urtheile mit den gehässigsten, entehrendste»Karden geschildert; ja sogar für einen Mann ausgegeben, -liAnu»,guenr sinne- boni oäsrint st sxssrsirtur; sondern Luther pre-digte sogar noch vor der Relegation in einem wahrhaft »»heilige»Eifer gegen LemniuS, Hnd nannte diesen ,,einen ehrlosen Buben,"seine Epigramme „ein recht Erzschand-, Schmach - und Lügenbuch,dadurch er nach allen Rechten billig den Kopf verloren hätte."Nun wandte sich Lemnius nach Basel in der Schweiz, wo er ver-muthlich in einer Buchdruckcrei als Corrector seinen Unterhaltfand. Kaum hatte er jedoch das Relegationspatent gelesen undvon Luthers heftiger Strafpredigt gehört, als er seine Epigram-me, mit einem zweiten Buche vermehrt, aufs neue herausgab,sich darin die allergröbsten Ausfalle auf Luther und seine ander»Feinde sich erlaubte uud Schmähungen mit Lbscönitäten abwechselnließ. Camcrar schrieb hiergegen eine nicht heftige, aber ernsteund würdige Gegenschrift (klle^ias Aockoixorikas), welche unterdessen seltenste Schriften gehört." Hierauf gab'kemnius seine Apo-logie heraus, in welcher er theils seine ersten Epigramme i»Schutz nimmt, theils neue heftige Angriffe auf Luthern thut.Diese Apologie gehört unter die größten litterarischen Seltenhei-ten. Räch seltener ist jedoch eine, unter dem Namen I.utins ki--LSUS lll-venali- erschienene lVlonacltopurnoinaclria (der Mönchs-Huren-Krieg), in welcher er, wie er schon lange vorher gedrohthatte, wenn man ihm keine Ehrenerklärung gäbe, „die Gräueldes wollüstigen Wittcnbergs" aufdecken wollte. Diese schmutzigenBogen sind Luthern dedicirt, und man weiß nicht, wie viel manvon dem Inhalte desselben der Wahrheit, oder wie viel dem Hassedes gereizten Lemnius zuschreiben soll. Das Ganze ist eine Artvon Komödie der niedrigsten Art, worin Venus, Luther, Jonas,Epalatin, ihre Frauen, nebst ihren Liebhabern und einigen Neben-personen die unzüchtigsten Gespräche führen *). Im I. 1540 ge-lang es endlich Lemnius, bei dem neuerrichteten Gymnasium z»Chur in Graubünden, als Lehrer angestellt zu werden. Hiergab er mehrere poetische Schriften, unter andern eine Ueber-setzung derOdyssee heraus, die besonders in Italien seinen li-terarischen Ruf verbreitete. Endlich ward er von einer Pest, wel-che in Chur wüthete, am 24. Nvv. 1550 weggerafft. 1 '<g.

Lemnos (jetzt Stalimenc), eine bekannte Insel im Ar-chipelagus (dem ägäischen Meere), auf welcher sich ehemals einfeuerspeiender Berg, Meschila, befand, den man für VulkansWerkstätte hielt. Au den vorzüglichsten Merkwürdigkeiten der In-sel gehörte auch die Bsrra A,eninin. oder Siegelerde, welche schon

Da diese Mo nach otz ornomach ia mit Kohebu's Bahrt« mit dereisernen Stirn nicht allein die äußere Veranlassung, sondern auch dieinnere Einrichtung, überhaupt den ganzen Geist, gemem hat; ist da nicht zuvermuthen, daß Kotzeduc die Idee zu seinem Pasquill der Monachsporma-chie des Lemnius zu verdanken Hader