-Ludwig XVI. 8iY
Da«, schaffenen Türgot, der fest und strenge nach philosophischen, zuma Am Theil physiokratischen Grundsätzen die Gebrechen des Staats durchbeste» große umfassende Reformen zu heilen sich vornahm. Er sah in denbestiez privilegirten Stunden die Quelle alles Uebels. Aber sogleich verei-nn im nigten sich gegen ihn die Freunde der alten Mißbräuche, der hohe> ruf Adel, der Hof und die Geistlichkeit. Die Parlcmente wurden auf»eiche» Maurepas's Rath, gegen Türgot's Meinung, wieder hergestellt;h den und der Meinungskampf der alten mit der neuen Zeit verwickeltech aus mehr als je die Schritte der Regierung. Der Graf von Vergen-i Di- nes leitete die auswärtigen Angelegenheiten; Graf Muy wardistrea, Kriegs - und Sartine Secministcr. Die neuen Theorieen, welcheliebte, Türgot im Staatsrathe vortrug, hatten den Beifall der Philoso-s Kö> phen; und der Zirkel geistreicher Männer und Damen, welche Mad.Mei- Helvetius, Mad. Geoffrin, Mlle. Espinassc, die Prin-,n d» zeffin von Beauveau und die Herzogin d'Enville bei sich vrr-leuße- sammelten, nahmen lebhaften Antheil an Türgot's liberalen, vonkehrt, den edelsten Fürsten Europa's, von Joseph II. und Leopold, lautollcnS gebilligten, Plänen; aber die Unzufriedenen fanden an den alten. Ei Parlementen eine Stütze ihres öffentlichen und geheimen Widerstan,unter des. Beschwerliche Frohndienste, willkührliche Abgaben, die Lejber-uicht genschaft in den Gebirgen des Jura und die Folter wurden abge-: Düc schafft; mehreres Gute ward ohne stürmische Ncuerungssucht vorbe-önste» reitet; doch konnte Türgot des Königs Furchtsamkeit, den Kampfkeine mit der Geistlichkeit, dem Adel und den Parlementen entschlossenerech- zu bestehen, nicht überwinden. Diese Corporarioncn vereinigten sichkürde gegen den Minister; die Nation war auf Türgots Seite, aber selbstichkeit ohne Stellvertreter, konnte sie ihm gegen den Bund der Privilegir-inunz ten keinen Beistand leisten. Da die mindere Zahl in den Elastennuth, drr letzteren den Grundsätzen Türgots zugethan war, so gewanrrencamn die uebrigsn den Pöbel, und reizten ihn gegen das Edict auf, darendet den Getreidehandel frei gab. Schon damals fielen Auftritte vor,
krast, »je zur Zeit des Pöbelregiments in der Revolution. Der furcht,
seim same, wohlwollende, uncrfahrnc Ludwig glaubte sich vom Volke ge,ichte» haßt, war gegen Meuterer nachgiebig, endlich gebrauchte er aufTür-s mit gots und Muy's Vorstellungen Nachdruck, und die Unruhen, welche
e Ue- man in Paris In xuorre äes larinea nannte, waren gedämpft,
176S, nach der Amnestie vom 17. Mai 1775. Auf die Krönung des Königs
, u- <ir. Juni 1775) folgte die Ernennung des edlen gewissenhaften
aiiin. Malesherbes zum Minister. Er war Türgots Freund. BeiderEr gemeinschaftliches Wirken hätte vielleicht den Widerstand der altenonnte Unordnung besiegt, gegen welche im I. 1776 sechs königl. Edictehrten erschienen. Unglücklicherweise aber verfuhr der neue Kriegsminister,durch der Graf von St. Germain in seinen Neuerungen gewaltsam,ichtig «nd griff nicht Vorurtheile, sondern den militärischen Geist desn die Franzosen in seinem Wesen an. Die aufgehobenen oder verminder-oshl< ten Corps, und der beleidigte Militäradel erklärten laut ihren Un-Me willen über das den höhcrn Ständen ohnehin verhaßte Neuerungs»löst» system. Der Staat gehe dabei zu Grunde, war das allgemeinechend Geschrei; das Parlemcnt weigerte sich, fünf Edicte des Königs cin-ählte zuregistriren. Ludwig entschloß sich zwar, sein Ansehen durch einmng, tat (ie jusrjco den 12. März 177S zu behaupten; aber die Königinsei- «ine Fürstin, die ihrem Gemahl eben so an Lebhaftigkeit des Der-iber- pandeS als au Witz überlegen war, und dabei den Glänz und hspecht- Freude liebte, folgte, nebst Maurepas, der Türgots geheimer