Luther
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i 5 ig zu Augsburg und r 5 ig der Nuntius von Miltiz zu Alten-burg nicht ohne lockende Änerbietungen von Seiten des Papstesmit ihm hielten, waren im Stande, ihn zum Widerruf zu bewe-gen. Er antwortete seinen Gegnern kühn und gewaltig und fuhrauch nach der rSiy mit Eck zu Leipzig gehaltenen Disputation fort,die llnstatthaftigkeit der Jndulgenzcn und des päpstlichen Primatszu behaupten. Widerlegt hatte ihn Niemand, und mit gutemGrunde appellirte er von d»r Entscheidung Cajetans an den Papst,und von diesem an ein Allgemeines Concilium. Daher erschieni5ro die päpstliche Bannbulle gegen ihn und seine Anhänger, meh-rere Universitäten beeiferten sich, ihn zu verdammest, seine Schrif-ten wurden zu Rom, Kostn und Löwen verbrannt. Luther dagegennach dem bescheidenen Briefe, in dem er immer noch, zum Friedenwillig, dem Papste seine Ergebenheit bezeigt und zur Reform denKirche gerathen hatte, durch diese offenen Feindseligkeiten empört,verbrannte zu Wittenberg den ic>. Dec. 1520 die Bannbulle unddie Dccretalen des päpstlichen kanonischen Rechts. Mit diesemSchritte sagte er sich förmlich vom Papste und der römischen Kirchelos und begeistert jauchzten die trefflichsten Männer vom Adeldeutscher Nation, den er zur Vertheidigung des neue» Lichtes auf-gerufen hatte, ein Hütten, Sickingen, Sch a um b urg,-demHeiden der evangelischen Freiheit Beifall zu und boten ihm, dader Kurfürst Friedrich von Sachsen unschlüssig schien, ob er ihnschützen sollte, ihre Besten und Schwerster an. Aber Luther wolltevon Niemand geschützt seyn, denn von Gott; die besorgten Freunde,die ihm Nachgeben und Gelindigkcit anriethcn, hört er nicht mehr,ein innerer gewaltiger Geist, den er selbst nicht hemmen kann,treibt ihn zur Thar fort, mit Bewunderung und Erstaunen ver-.nimmt das Volk die Rede dieses Mönchs, der sich allein gegenPapst und Klerisei, Kaiser und Fürsten stellt. Denn nichts Ge-ringeres that er, da er den 4. April 1621 in Begleitung wenigemFreunde und des kaiserlichen Herolds, der ihn gefordert hatte, dieReise zum Reichstage nach Worms antrat. Sie glich einem Lri»umphzuge, Alles wollte den Mann sehen, der es mit den Borur-theilen und Mißbräuchen eines Jahrtausends und mit allen Mäch-ten der Gegenwart aufnahm. Bei 2000 zu Pferd und zu Fusskamen ihm eine Stunde vor Worms entgegen und die Sache derWahrheit war schon stark genug, daß er es wagen konnre, demBoten, durch den Gpelatin ihn warnen ließ, zu antworten: undwenn soviel Teufel in Worms wären, als Ziegelaufden-D Schern —doch wollte ich hinein. Bor demKaiser, dem Erzherzoge Ferdinand, 6 Kurfürsten, 24 Herzögen,
8 Marggrafen, So Bischöffen und Prälaten und vielen Fürsten,Grafen, Herren und Gesandten erschien Luther den 17. April inder Reichsversammlung, bekannte sich zu seinen Schriften undschloß am folgenden Lage seine zweistündige Bertheidiguiigsredevor dieser Versammlung mit den Worten: ,,Es sey denn, daß ichmit Zeugnissen der heil. Schrift oder mit öffentlichen, klaren undhellen Gründen und Ursachen überwunden und überwiesen werde,so kann und will ich nicht widerrufen, weil weder sicher noch ge-rathen ist, etwas wider Gewissen zu thun. Hier stehe ich, ich kaumnicht anders, Gott helfe mir. Amen." Daß er wirklich nicht an-bkrs konnte und nur dem göttl. Worte gehorchte, davon mußte jedersich überzeugen, der ihn hörte und verstand, und er verließ WvrmS«»»». eex. (N, rrull.) v.