16 Mackintosh Macrobius
Neapelaus, welcheeinen Theil derLruppenunterMackentwaffneken, dsieOffiziere derVerrätherei beschuldigten und ihren König selbst vertheidi-gen wollten. Um ihrer Wuth zu entgeh», mußte sich Mark mit sei.nem ganzen Gcneralstabe dem feindlichen General Championet indie Hände liefern. Nach Frankreich als Kriegsgefangner abgeführt,entnssch er ihvo heimlich aus Paris. Im I. 1804 erhielt er dasCommando über sämmtliche Truppen in Lyrol, Dalmaticn und Ita-lien, und entwarf einen Plan zur neuen Organisirung der öster-reichischen Truppen. Endlich nahte sich 180Z die merkwürdige-Epoche,wo beim abermaligen Außbruche des österreichisch-französischen Kriegs,nachdem die Österreicher am issten und igten Oct. an der Jller geschla-gen und Memmingen übergeben worden, Mach, welcher in Deutsch-land en Chef befehligte, nach diesen Unfällen sich in die Stadt Ulmwarf, und, obgleich anfangs zur äußersten Gegenwehr entschlossen,schon am I7ten Oktober mit Napoleon eine allerdings schimpflicheCapitulation abschloß, vermöge welcher die 20,000 Mann starke Be-satzung kriegsgefangen nach Frankreich geführt, er, selbst aber aufEhrenwort entlassen wurde. Mack kehrte nach Österreich zurück,wurde als Staatsgefangner nach Brunn gebracht, und vor einKriegsgericht gestellt, das die Todesstrafe über ihn auesprach. DieGnade des Kaisers milderte aber dieses Urtheil auf Caffation undzweijährigen Festungsarrest. Im August 1808 wurde ihm auch dieübrige Strafzeit erlassen, doch darf er nicht wieder am kaiserlichenHoflager erscheinen.
Mackintosh, bekannt durch seine Vinüioia» r-sklicae. mitdenen er in den ersten Jahren der französischen Revolution als einwarmer Vertheidiger der republikanischen Freiheit aufstand, stammtaus einer irländischen Familie, studirte die Rechte und trat früh-zeitig, mit Geist und Kenntnissen ausgerüstet, in die Laufbahn derEhre, die sein Freund, der berühmte Sachwalter Erskine mit sovielem Beifall bereits betreten hatte. Genahrtdurchden Geist der Grie-chcn und Römer, entwickelte sich in ihm das Talent des Redners wiedes Staatsmannes, wozu jeder Engländer von ausgezeichneter Er-ziehung sich bildet, in vorzüglichem Grade. Seine Verhandlungenzeichneten sich mehr noch durch die Art der Behandlung, als durchden Gegenstand aus, der sich ihm darbot. Er übernahm die Ver-theidigung Pelletiers, der wegen verschiedner Schmähungen gegenden ersten Consul Bonaparte, in einer zu London gedruckten Zeit-schrift, vor Gericht belangt war. Pelletier ward zu einer namhaf-ten Strafe verurtheilt; Mackintosh hingegen, der mit seiner Gemah-lin zu Paris eine sehr ehrenvolle und schmeichelhafte Aufnahme ge-funden hatte, wurde von dem Könige mit Ehrenbezeigungen aufge-muntert und bald darauf unter glänzenden Aussichten als Gouver-neur nach Bombay in Indien geschickt. Ausgerüstet mit allen Ei-genschaften, die zur Behauptung eines so wichtigen Postens erfodertwerden, und voll Liebe und Eifer für die Wissenschaften, ließ sichvermuthen, daß er in seiner neuen Sphäre eine vielseitige Wirksam-keit äußern werde. Auch begann er diese Hoffnung durch die Stif-tung einer neuen literarischen Gesellschaft zu erfüllen, von derenThätigkeit die schönsten Resultate zu erwarten sind,
Macpherson (James), s. Ossian.
Macrobius (Ambrosius Aurelius Theodosius), von dessenHerkunft nur so viel gewiß ist, daß er kein Römer war, bekleidetewahrscheinlich in der ersten Hälfte des Zten Jahrhunderts das Amt