Z4 Magnetismus
in dem mit Festigkeit beharrlichen Fixiren der Lugen und der Gedan- !ken, bei schon in magnetischer Gemeinschaft (in Rapvort) stehenden §Kranken; theils wird sie mit der Hand verrichtet (Manipula- jtion). Letztere besteht größtentheils in einem immer nach einer und !derselben Richtung wiederholten Streichen, wobei jedesmal, um !durch entgegengesetztes Streichen die hervorgebrachte Wirkung nicht !wieder aufzuheben, in einem nach außen lausenden Bogen wieder auf idie vorige Stelle zurückgekehrt wird (vagirende "Manipula- jtion); zuweilen wird aber auch anhaltend auf einen Punkt hinge- swirkt (fixirte Manipulation). Die Wirkungen sind verschie. jden, je nachdem nun diese Manipulationen nach bestimmten Regeln >mit der flachen Hand'(Bo l a r-Man ip u lation), mit dem Hand- ztcller (Palmar-) oder den Fingerspitzen (Digital-Manipu- <lation), mit dem Rande der Hand (Marginal-Manipula- ttion) vollbracht wird; ferner je nachdem die Digital-Manipula- ztion mit ausgebreiteten Fingern (erpandirte D igital-Ma ni- lpulation), oder in einen Punkt vereinigten Fingern (contra- cHirte Digital-Manipulation), oder mit der Spitze des aus- ;gestreckten Daumens (einfache Pugnal-) oder mit beiden verei- rnigten Daumen (doppelte Pugnal-Manipulation) ver- srichtet wird. Die Manipulation wird entweder mit wirklicher We- lrührung des Kranken verbunden (Manipulation mit Eon- ftacte), mit angebrachtem Drucke (das Massiren), oder nur mit fsanfter Berührung (mit sanftem Contacte); oder es geschieht rin einiger Entfernung von dem Körper, zwei bis sechs und mehrere tZoll (Manipulation in Distanz). Außer diesen Manipula- dtionen geschieht die magnetische Einwirkung noch durch eine eigne Ve- ;wegung der Finger, welche das Besprengen genannt wird (Spar- tgiren, bei den französischen Magnetiscurs cliarxsr); durch das SZusammendrücken (Comprimiren) und endlich durch das Lnwe- then oder Fächeln (das allgemeine Calmircn, Ventiliren). ^Alle diese verschiedenen Manipulationsarten haben ihre verschiednen, kjede ihre eignen Wirkungen, und werden nach bestimmten Anzeigen sivon dem Magnetiseur, mit einander verbunden oder einzeln, ange- dwandt, je nachdem die Umstände, die Reizbarkeit der Kranken, die' kisich ereignenden Zufälle es crfodern. Der Magnetiseur muß also ge- onau mit der Individualität des Kranken bekannt seyn, den Grad der nNervenempsindlichkeit desselben und seiner Empfänglichkeit für den uMagnetismus prüfen, mit dem kunstmäßigen Verfahren, den einzel- sinen Arten des Magnetisirens und ihre» verschiednen Effecten ganz d>vertraut seyn, um nach Umständen schwach oder stark, reizend und sterregend oder beruhigend, allgemein oder örtlich auf den Kranken zu dwirken. Magnetische Kranke sind wegen ihrer erhöhten Nerventhä- ütigkeit (Sensibilität) mehr als andere gegen schädliche Einwirkungen tiempfindlich, und diese sind ihnen auch um so nachtheiliger, daher sie g,vorzüglich eine sehr regelmäßige und vorsichtige Lebensweise führen mmühen. Am meisten müssen solche Kranke heftige Gemüthsbewegun- Hgen, Gram, Schreck, ferner Diätfedler, Erkältungen u. s. w. ver- mmeiden. Der Magnetiseur aber selbst muß so viel als möglich .diese Aschädlichen Einflüsse vermeiden, weil durch ihn der Nachtheil auf die timaanetisirte Person übergeht. Die Behandlung dauert bald längere, E' bald nur kürzere Zeit, je nach dem die Art und Heftigkeit der Krank- giheit es erfodert. Sie muß so lange fortgesetzt werden^ bis alle durch bisie veranlaßte Erscheinungen gänzlich wieder verschwunden sind. 3» K>