Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
43
JPEG-Download
 

Mahagoni- Mahkrei 43

' der Magnetnadel leiten die Physiker aus der magnetischen Kraft der^ Erde, die Ursach ihrer, Veränderlichkeit aber aus dem Umstände' her, daß die magnetischen Pole der Erde sich nach und nach in an-

> dere Stellen verrücken, welches allerdings auch auF°der Abweichung

' der Magnetnadel zu erhellen scheint.

> Mahagony. Unter den drei bis jetzt bekannt gewordnen

> Baumgattungc» dieses Namens zeichnet sich der gemeine Mahagony-

' bäum seines schätzbaren Holzes wegen aus. Sein Vaterland sind

° die wärmer» Länder des mittäglichen Amerika's, Jamaica und die

' caraibischen Inseln. Das Holz ist ein wichtiger Handelsgegenstand,

t Es gibt davon viele'Sorten. Man hat gewässertes, marmorirtes,

- gemasertes und ganz glattes. Die anfangs gelbcöthlichc Farbe

l wird mit der Ant braun und endlich ganz schwarz. Will man die

' eigenthümliche Farbe länger erhalten, so darf man es nicht zu stark

- mit Wachs Lohnen, noch weniger aber mit Öl Ostreichen. Sein schö-

t nes Ansetzn, die treffliche Politur, deren es fähig ist, und die aus-

e nehmende Härte verschaffen dem Mahagoniholz einen der ersten

t Plätze unter den kostbaren Hölzern und machen es zu Meubeln sehr

' geschickt. Die Spanier und Portugiesen in Amerika bauen Schiffe

- daraus, wozu es sich besser schickt als das Eichenholz. Das falsche

t Mahagonyholz, bekannt unter dem Namen Madeiraholz, hat vor

t dem echten den Vorzug, daß es die Farbe besser behält. Die Rinde

' des Mahagonybaums ist von medicinischem Gebrauche, unter ander»t gegen Wechsclficber und periodisches Kopfweh.

- Mahlerei oder Mahlerkunst, Theorie, Bestandtheilet der Mahlerei, Gattungen der Mahlere i, Geschichte der

- Maklerei und Mahlerschulen. 1. Mahlerei oder Mahler-

- kunst nennen wir diejenige schöne, und zwar bildendeKunst, welche

e das Schöne in sichtbaren Gestalten mittelst der Farben auf Flächen dar-, stellt; und ein Kunstwerk dieser Art ein Gemählde (s. d. Art),

s Als schöne Kunst hat sie den Zweck, etwas Vollendetes für die An-

r schauung hervorzubringen (s. Kunst). Sie setzt also Genie voraus,

- welches durch harmonische Bersinnlichung der Ideen das Vollendete

- hervorbringt. Ist aber das innere Bilden nach Ideen Dichten,» so muß jeder Mahler in gewissem Sinne Dichter seyn, d. h. er

- muß das Vollendete vorher in seiner Einbildungskraft er-

r schaffen haben, was er durch seine Kunst äußerlich darstellen will,h und es muß das Dargestellte das innere Wesen, den lebendigen Eha-

r raktcr der Dingei (kurz das Jdealische) ernst oder scherzend aus-

a drücken. Daher man von poetischen oder unpoetischen Ge-

- mählden redet, und die poetische (oder ästhetische) Erfindung und

- Anordnung, oder dieComposition, von der eigentlich mahlerische»

- oder technischen Composition und Anwendung unterscheidet,h Selbst bei den eigentlichen Copien der Natur sollte nicht der ein-l zelne Gegenstand, als solcher, dargestellt oder der Natur lediglich

> nachgeahmt werden; selbst das Portrait sollte nur den intereffan-

- ten Geist, den eigenthümlichen Charakter in eigenthümlich vollende-tcr Form darstellen. Indessen hat die technische Fertigkeit in Be-

e Handlung eines Stoffs, namentlich die Behandlung der Farben, für' ^ Meisten einen so blendenden ^ Reiz, daß über diesem technischen

' Werthe, der innere oder ästhetische Werth, welcher sich auf das

- Poetische des Gegenstandes bezieht, ganz vergessen wird, und manr «ft^ den Werth des Gemähldes nach seiner unmittelbaren Beziehungg «uf einzelne wirkliche Gegenstände der Natur, deren Formen der