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ch Geist der Sage nicht nur aufzufassen, sondern auch wahr, sprechend
ld und harmonisch in den Gestatten und ihrer Umgebung festzuhalten;
ie wenn auch das poetische und mahlerische Interesse jeder geschichtlichen
u Nebknbeziehung vorgehen muß! Welchen.tiefen Blick, um den Gha-li rakter des Individuums in dem Portrait frei von allem Wechsel und
ce zufälligen Modisicationen hinzustellen! — Rächst der Historienmahle-
r- rei stehen dem Umfange und der Würde nach die mahlerischen Dur-ft stellungen der Narurgegenden, oder die La n d sch aftsmah lerei im
ft wettern Sinne, zu welcher auch die Stadtprospecte und Seestücke
>, gerechnet werden (nur sollen diese nicht prosaische Nachbildun-
>e gen der Natur seyn). Dem Landschaftsmahler sind die Gegenstände
„ der Natur mehr Mittel, sein innerstes Gefühl harmonisch und an-
lr schaulich auszuspreche»; dahingegen die Historienmahlerei wegen der
ik größer» individuellen Bedeutsamkeit der Menschengestalt, weit ob-
ae jectiver und charakteristischer ist. Der Mahler fixirt gleich-
i- sam sein Gefühl in der Anschauung und Darstellung der mannich-
se faltigsten Naturerscheinungen. Dadurch und in ihrer Wirkung ist
r- die Landschaftsmahlerei vorzüglich der Musik, und in der
er Poesie der Lyrik zu vergleichen; doch darf das durch die Natur-
a- erscheinung objectiv werdende Gefühl nicht unbestimmt bleiben,
er sondern der Mahler muß die einzelnen Parthieen der Landschaft so
ch in Einklang zu bringen wissen, daß sie eine herrschende Stimmung
k) bestimmt und sicher aussprechen, wie sie gleichsam durch die Na-
A tur in einem ihrer vollendetsten Erscheinungsmomsnte angeregt
ch wird. Diese Darstellungen sind übrigens so verschieden als der
-r Charakter der Naturgegenden und die dadurch erregten Stimmun-
gen des Gemüths, deren gemäß auch die Stafsirungcn und Beiwerkeir der Landschaft eingerichtet und angeordnet seyn müssen. Auch «lie-st gorisch und historisch kann die Landschaft werden durch Stassirung
r- mit Figuren. Von ersterem hat der noch lebende Landschaftsmahle'r
n Friedrich, von dem letzter» die größten Landschafter, Claude
>- Lorrain nebst Poussin, glänzende Beispiele aufgestellt; nur dürfen
die Figuren nicht durch zu große Wichtigkeit der Handlung demz Eindrucke der Landschaft schaden. Das vorzüglichste Studium des
>- Landschaftsmahlers ist die vegetabilische Natur, und keiner
k- kann, wie er, des ganzen Reichthums der Farben zu einem magi-
r- scheu Ganzen sich bedienen; auch ist der Landschaft das Helldun-
- kel vorzugsweise eigen. (G. überdies d. Art. Landschaft.) Ubri-
l- gens würden wir die schöne Gartenkunst eine lebendige Land-
e schaftsmahlerei nennen. Blumen-und Fruchtstücke, Stillleben und
, Arabesken (s. d. Art.) schließen sich an die genannten umfaffendern
, Classen der Mahlerei mannichfaltig an. In jenen ist Naturwahrheik
i- u>st Meisterschaft in der feinsten Farbengebung und Beleuchtung
t großtentheils Hauptzweck.; sie stehen daher in ästhetischer Hinsicht
- sthr tief; diese sind als freie Spiele der ungebundnen Phantasie
n und eines unüberwindlichen Form- und Bildungstriebes bedeutend,
> und eine liebliche Zugabe zur Kunst. Die dritte Hauptgattung
g der Mahlerei ist die Lhiermahlerei, beschränkter als jene, und
r nur dadurch von Interesse, daß sie nicht einzelne individuelle
r <hiere, sondern den Charakter der Thierkraft in Ruhe, oder gleich»
, handelnd (durch Zusammenstellung mehrerer Thiere oder in
f Begleirung des Menschen) sprechend und mit mahlerischer Mannich-
; ftttigkttt darstellt; der Fabel zu vergleichen, welche den Thiercha-
, kalter dem menschlichen aaralog darstellt. Außerdem werden dre