Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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Mahleret

«, Art. Italien, italienische Kunst) in Schulen einzutheilen,!r- nach den Provinzen, wo sie geblüht hat. V- Mahlerschulen, Schu-lst len der Mahlerei, nennt man überhaupt eine Reihe von Mahlern,

st- welche durch Bildung nach einem gemeinschaftlichen Meister, oder

>er durch gemeinschaftliche Nationalität, einen gewissen gemeinschaftlichen

»st Charakter in ihren Werken erhalten haben und verrathen. Die äl-

-b, teste italienische Schule ist die flo rentinische oder toscani-

u- sche Schule. Cimabue wird als Stifter derselben, so wie über-

ch- Haupts als Vater der neuern Mahlcrei genannt, weil er sich zu-

>ie erst von jenen Härten entfernte, welchen man, wie Forillo sagt,

w- fälschlich den Namen der griechischen Manier gibt, ein größeres

rr- Studium der Natur in seinen Gemählden verräth, und etwas Hell-en dunkel hineinzubringen versuchte; nicht aber, als habe es vor ihm

hr keine italienischen Mahler gegeben. Die Mahlerei schritt vom her-

>er den zum großen Styl durch Michel Angela, und Leonardo

da Vinci fort. Die römische Schule, durch Peter Perugino ge-st- stiftet, zeichnet sich durch richtige Zeichnung und identischen Ausdruck

-er des Gemüths aus und erreichte ihre Blüthe in Rafael; die vene-

nd tianische durch herrschendes Colorit und sinnlichen Reiz, erreichte

n- ihre Blüthe in Titian; die lombardisch« durch Vollendung des

eS Helldunkels in Correggio; und die zweite lombardische oder bo-cke lognesische Schule durch das Bestreben der Carracci's und

en Guido's, diese Vorzüge zu vereinigen. Der italienischen

o» Mahlerei oder Schule setzen mehrere die niederländische, deut-

e« sche, französische, spanische, und englische entgegen. An-

dere behaupten, es gebe nur zwei (von einander wesentlich »erschie-ne dene) Schulen, die italienische und die niederländische;it, die deutschen, französischen und englischen Künstler aber (s. d. Art.

it. französische, englische Mahlerei) gehörten durch den Charakter ihrer

e» Werke bald dieser, bald jener an. Die Tendenz der niederländischen

lm Schule, welche sich wiederum in die flamändische und hollän-ie> dische theilt, ist Naturwahrheit und Lebendigkeit des Colorits

d- (s. darüber d. Art. Niederländer, und Flamänder, Joh. van Eyk,

sie Lucas von Leyden, Rubens, van Dyk, Rembrant, Huysum u. A.),

str und hierin entwickelte sie sich früher als die deutsche, (s. deut-

n sche Mahlerei), in welcher Albrecht Dürer einzig steht in seiner

>st Eigenthümlichkeit. Die neueren Bestrebungen aller der ge-

sie nannten europäischen Nationen bilden kein so zusammenhängendes

en Ganzes, wie wir in den Kunstwerken der Griechen finden. Fast

en überall ist übrigens die Mahlerei mehr zur Stubenvcrzierung Herab-it gesunken wobei die Landschaft und das Portrait das herr-

si- schenke sind, und vielfältige Kupferstiche die Werke früherer Pro-

er ductivität vervielfältigen. Von der Theorie der Mahlerei

't, ist der technische Theil, d. i. die Lehre von der Zeichnung, von der

r- Perspcctive, dem Colorit u. s. w., mehr als der ästhetische, dessenin Grundzüge wir im obigen angedeutet haben, ausgebildet worden,e- Beiträge zu dem letzter» findet man in Leonardo da Vinci's und

r- Mengs Werken. Auch haben Algarotti, de Piles, Watelet, Du

;) Bos, Richardson, Reynolds, Dan. Webb, Hagedorn, Lesstng (in s.h- Laokoon), Winkelmann, Füßly, Fiorillo, Falk (in seinen kleinen< Abhandlungen, die Poesie und Kunst betreffend, Weimar rgoz), Fer-

n now, Göthe (in s. Propyläen, und besonders in s. Winkelmann und

>' dessen Jahrhundert, Tübingen 1805) manches hierin vorgear-

>- beitet. 2 .