ys Manstein
stellte ihn der schwelu'che Minister der Kaiserin Anna vor, welcheihm so geneigt wurde, daß sie ihm am preußischen Hofe seinen Ab-schied auswirkte, und zum Grenadisrhauptmann bei dem St. pe-tersburgischen Regimentc ernannte, mit welchem er sich zur Armeedes Feldmarichalls Grafen von Münnich begab, der damals in dieCrimm einrücken wollte. Er fand in diesem Feldzuge solche Gele-genheit sich auszuzeichnen, daß er bald erster Oberstwachtmcisterund Generaladjutant des Heldmarschalls wurde. Bei seiner Rückkehrnach St. Petersburg wurde er zum Oberstlieutenant ernannt, aberkurz darauf im Jatr 1740 starb seine Gönnerin, die Kaiserin. Nachihrem Tode nahm er auf Befehl des Grafen von Münnich den Her-zog von Curlond und seinen Bruder Carl Biron gefangen, und zogsich zwar dadurch den Haß des Grafen Bcstuschef zu, erwarb sichaber zugleich die Gnade der Großfürstin Anna, die Stelle einesObersten beim astrachanischen Regimente, und einige Güter in Jn-germannland, mit denen die Großfürstin ihn beschenkte. In demKriege mit Schweden 1741 trug er zu dem Siege bei Wilmunstrandvieles bei, ward auch dabei verwundet. Als Elisabeth den Thronbestieg, verlor er plötzlich seine Güter und sein Regiment, underhielt Befehl, sich sogleich nach St. Annen, nicht weit von Lscher-kask im woronesischen Gebiet, zu begeben, wo man ihm ein andresRegiment ertheilte. Durch Vermittlung seiner Freunde erhielt erindeß Urlaub auf ein Vierteljahr, welches er in Bestand zubrachte,wo er auch blieb, da er das zweite moskowische Regiment erhielt.Mit diesem wohnte er 174z den Scezügen wider die Schweden bei,und kehrte nach dem aboischen Frieden wieder nach Bestand zurück.Hier klagte ihn ein russischer Offizier der Verrätherei an, und obihn gleich das Kriegsgericht zu Dorpat, vor welches er gestelltwurde, frei sprach, so foderte er doch seinen Abschied, den ihmjedoch die Kaiserin in den gnädigsten Ausdrücken versagte, und ihmhingegen Urlaub ertheilte. Nun reiste er 1744 nach Berlin, undbat von hier aus abermals vergeblich um den Abschied. Da er ihnnicht erhielt (nach andern Nachrichten erhielt er ihn endlich), sotratjerin preußische Dienste, wohnte 1745 als Freiwilliger dem preu-ßischen Feldzuge wider die Österreicher bei, und zeichnete sich indemselben so aus, daß ihn der König zu seinem Adjutanten, undim Jahr 1754 zum Generalfeldwachtmeister ernannte. Neue Be-weise seiner Tapferkeit gab er in dem kurz darauf ausbrechendensiebenjährigen Kriege, dessen Ende er aber nicht erlebte. Denn alser auf königlichen Befehl, .um sich von einer in der Schlacht beiVollin am Arm erhaltnen Schußwunde heilen zu lassen, nach Dres-den reis'te, stieß er bei Welmina unweit Leitmeritz aus einen be-trächtlichen Haufen österreichischer Husaren und Kroaten, welcheLondon anführte. Es kam zum Handgemenge, und Mansteirr, derihnen nicht gewachsen war, büßte in demselben am 27sten Junius1757 durch einen Schuß in die Brust sein Leben ein. In ihmrerlop der König von Preußen eine» eben so tapfer», treuen underfahrnen, als menschlichen und gebildeten Krieger. Einen Beweisseiner Kenntnisse liefern seine Asi-nioiies stksrvricjuez, poltrig,>e««r inilrrHrs» sur la lknüsie äepni« 1727 — »744- Ar«v ls vio4p I'univ»! psr Vkr Haüsr. h.eips. 177c, g.. englisch übers.London 1770, 8- und 177z. Auch gibt es zwei deutsche llbersetzun-«n. Leipzig 1771, 8- und Bremen 1771, 8- K—»