Matiumission Mansfeld (Geschlecht) y,
Manumission, bei den Römern der feierliche Act, wodurch»in Sclave freigelassen wurde; s, Freigelassene.
Mansard (Frangois), ein berühmter Baumeister, geboren zuParis 15Y8. Auch sein Vater, Pierre Frangois, war Baumeister,starb aber so frühzeitig, daß er den Unterricht seines Sohnes nichtvollenden konnte. Fran?ois erwarb durch sein glückliches Geniebald einen großen Nus; seine Arbeiten schmücken nicht nur Parisund dessen nächste Umgebungen, sondern auch die Provinzen. DieKirche Bai de Gracc ist nach seinen Zeichnungen bis an das großeGesims (Corniche) aufgeführt worden; und es ist zu bedauern,daß es seinen Neidern gelang, ihn später davon zu entfernen.Mansard starb als erster konigl. Baumeister 166Ü, und ward in derKirche St. Paul beigesetzt. Die Prachtgebäude, die nach seinenZeichnungen ausgeführt wurden, sind eben so viele Denkmale seinerTalente. Er entwickelte in feinen Entwürfen edle und prächtigeIdeen, einen feinen Geschmack, und eine genaue Kenntniß allereinzelnen Theile seiner Kunst. Dabei war er so streng in seinenFederungen an sich selbst, daß er der letzte war, der seinen Wer-ken Beifall gab. Colbert federte ihn -uf, einen Plan für denPalast des Lpuvre zu entwerfen, und fand die Arbeit Mansards sovortrefflich, daß er das Versprechen von ihm verlangte, daß er sei-nen Entwurf ohne Abänderung ausführen wolle. Mansard verwei-gerte diese Zusage, um sich die Freiheit vorzubehalten, seine Arbeitnoch verbessern zu können. Das Lustschloß Maisons wird für seinMeisterwerk gehalten. Bon ihm haben die gebrpchnen Dächer, dieer zuerst angab, den Namen Mansarden.
Mansfeld, eins der ältesten gräflichen und fürstlichen Ge-schlechter in Deutschland, das von den edeln Herren von Querfurtabstammt und von dem Schlosse Mansfeld seinen Namen hat. ESist in viele Linien getheilt, und erzeugte mehrere verdienstvolle Hel-den und Staatsmänner. Unter den alten mansfesdischen Grafenhat sich Hos er, der 1115 in dem Treffen bei Welssholz blieb,um den Kaiser Heinrich V. verdient gemacht. Albrecht, Grafvon Mansfeld, erklärte sich für Luthern und war in dem Reli-gionskriege eine der vornehmsten Stützen der Protestanten. Erzwang 1547 Heinrich von Braunschweig, die Belagerung von Bre-men aufzuheben, und starb rzöo im Losten Jqhre. Volrgth,Graf von Mansfeld, sein gier Sohn, zeichnete sich sehr in denKriegsherren aus, befand stch im Treffen von Montcontour undrettete durch einen schönen Rückzug einen Theil der deutschen Rei-terei. Er starb den zosten Dcc. 1578- Man muß ihn nicht mitdem Grafen Peter Ernst von Mansfeld verwechseln, der 1552in Jury gefangen wurde, wo er nach dem Treffen von Montcon-tour den Oberbefehl hatte. Er hatte nachher an den wichtigstenGeschäften Theil, wurde Statthalter von Luxemburg und Brüffel,-und starb 1604 in seinem 87sten Jahre mit dem Titel eines Für-sten des römischen Reichs. Carl, Prinz von Mansfeld, sein recht-mäßiger Sohn, that sich im flandrischen unk ungarischen Kriegehervor, und starb igyz ohne Nachkommen. Ernst von Mansfeld,des Letzter» natürlicher Bruder, den Peter Ernst von Mansfeldmit einem Frauenzimmer von Stande zu Mecheln erzeugte, wurdevon seinem Laufpathen, dem Erzherzog Ernst von Österreich, inder calholistken Religion erzogen, und leistete, nebst seinem BruderCarl, dem Könige von Spanien in den Niederlanden und dem Kai-