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beträchtlich war. Die Schafzucht ist nicht unbedeutend, die Wal-dungen sind trefflich. Der sächsische Antheil beträgt Quadrat-rneilcn mit 2Z,6cx> Einwohnern, der preußische aber 6 Quadratmei-len mit 26,500 Einwohnern. Der Hauptnahrungszweig derselbenist der Bergbau.
Mansfield (William Murray, Graf von), geboren zuPerth in Schottland 170g, kam schon in seinem dritten Jahre nachLondon, studirte zu Oxford, bereifte Frankreich und Italien, wid-mete sich nach seiner Rückkunft gerichtlichen Geschäften und wurdebald als Redner allgemein bewundert. Nach einer zehnjährigenPraxis in der Kanzlei wurde er 1742 Sollicitorgencral, 1756Lordoberrichter der Äingsbench; der König versetzte ihn zugleichin den geheimen Rath, und in jeder Art von Geschäften, die erbetrieb, zeichnete er sich ruhmvoll aus. Er besaß das Talent, dieverwickeltsten Fälle mit Ruhe zu durchschauen und sie mit Klarheitund Präcision vorzutragen. Im Argumentiren war er zierlich, ein-nehmend und bündig, und er besaß einen unerschöpflichen Schatzclassischer, historischer und gesetzlicher Stellen. Seine Aufsätze wa-ren klar, eindringend sind seine Beredsamkeit unwiderstehlich. Erhatte eure mit Grazie begleitete Manier und eine schöne Stimme.Im geheimen Rath verließ man sich fast ganz allein auf seinenAusspruch in Bestimmung aller Streitigkeiten, welche die Colonien«der Prisen betrafen. Im Oberhause vertheidigte er stets Dul,düng und Religionsfreiheit und nur selten sah er seine Aussprücheumgestoßen. Zuweilen ging aber doch sein Eifer für die Sache desKönigs in Parteilichkeit über und im I. 1780 wäre er fast dasOpfer einer Volksbewegung geworden, in Leren Folge plötzlichsein Haus überfallen und in Brand gesteckt wurde. Nachdem erdas Amt eines Oberrichters Zi Jahre lang verwaltet hatte, legteer es 1788 nieder, zog sich in die Einsamkeit zurück und starb179z auf seinem Landsitze zu Hlen-Wood unweit Hampstead.
Manso (Johann Kaspar Friedrich), geboren zu Zclla imHerzoathum Gotya, im I. 1759, erhielt den ersten Unterricht, dersich größtenteils auf die allen Sprachen beschränkte, im väterlichenHause von Privatlebrern. Dadurch wurde er früh mit den römi-schen Classikern vertraut. Noch vor seincm^icbzehnten Jahre hatteer die meisten von ihnen, selbst den bändcreichen Livius, mehr-mals durchgelesen, und im Griechischen, welches er meistens durcheignen Fleiß erlernen mußte, den Hesiod und Thcokrit übersetzt.Zu frühen Versuchen in der Poesie weckten ihn theils die romanti-schen Umgebungen der Natur, theils die Bekanntschaft mit I. Fr.Schmidt, dem bekannten Übersetzer des Horaz, der ihm durch Rathund Kritik nützlich wurde. Im siebzehnten Jahre besuchte er dasGymnasium zu Gotha, konnte aber den trefflichen Unterricht des,Rectors Geißler nur ein Jahr genießen. In Jena, wo er fünste-halb Jahre, zuletzt als Erzieher im Hause des berühmten Rechtsge-lehrten Hellfeld, lebte, ging er von der Theologie zur Philologieund Philosophie über. Am meisten wirkten hier auf ihn Schütz undUlrich, und nächst diesen einige geistreiche Jugendfreunde, als diebeiden Jacobs, Grabner und Schatz. Von der Universität kehrte erzurück nach Gotha, wo er eine Hauslehrcrstelle annahm und zu-gleich seit 178z am Gymnasium, zuerst als Mitarbeiter und späterals Professor, lehrte. Im I. 1790 wurde er als Prorector an dasMaria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau berufen, und übernahm