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der Manufacturen von Seiten der englischen Regierung, welcheverursachen, daß die englischen Waaren nicht nur von bessererQualität als die unsrigen, sondern auch wohlfeiler sind. Dennje weiter die Theilung der Arbeit geht, desto vollkommncr wirdnicht nur jeder Arbeiter in seiner Beschäftigung, sondern es wirdauch mehr Product in ein und derselben Zeit geliefert und der Er-zeugungspreis muß mithin geringer seyn. Dazu kommt nech, daßsich nur bei der in den Manufacturen und Fabriken möglichenTheilung der Arbeit Maschinen am besten und vortheilhastcstenanwenden lassen, welche ebenfalls nicht bloß zur Vollkommenheitder Erzeugnisse, sondern auch zur Niedrigkeit ihres Preises beitra-gen. Man kann übrigens sämmtliche Manufacturen und Fabrikeneintheilen, entweder nach den Erzeugnissen, die sie liefern, odernach den darin wirkenden Kräften. L6.
Manuscripte (Handschriften). Aus der Lehre von ihnen,welche einen Haupttheil der Diplomatik ausmacht, kann hier nurdas hauptsächlichste erwähnt werde». Alle noch vorhandne Manu-scripte sind entweder auf Pergament oder Papier geschrieben. DasPapier ist theils ägyptisches (aus der ekgenrliche» Papyrusstaudeverfertigtes), theils Baumwollen- oder Seidcnpapier (cimira k><nn-dvcin», ums I. 706 n. Chr. Geb. im Orient erfunden, das bis zuEinführung des Linnenpapiers gebraucht wurde, und sich in Ge-meinschaft mit diesem noch bis in die Mitte des vierzehnten Jahr-hunderts, jedoch mehr in griechischen als lateinischen Handschriften,erhalten hat), theils Linnenpapier (dessen Ersindungszeit, welcheman in die erste Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts setzt, indemman sich auf ein auf dasselbe geschriebnes Document von: Jahr1243 stützt, noch immer streitig ist). Die früheste Erwähnung derSchreibfedern findet man im siebenten Jahrhundert. Von den Dir-ken war die schwarze die gewöhnlichste, und ist sehr alt; nur wardie älteste nicht mit Vitriol versetzt, wie die unsrige, sondern sübestand gewöhnlich aus Ofenschwärze, Ruß von Harz und/ Pech,gebranntem Elfenbein, geriebnen Kohlen u. s. w. Auch rolhrDinte findet man schon in alten Zeiten, gewöhnlich in den Hand-schriften in einer blendenden Schönheit. Mit ihr wurden die An-fangsbuchstaben, die erste Zeile und Jnhaltsanzeigen (daher Rubrik,und der Schreiber Rubricator) geschrieben. Etwas seltner, dochhäufig genug, findet man in alten Handschriften auch blaue Dinle,noch seltner grüne und gelbe. Auch mit Gold und Silber schrietman entweder ganze Handschriften (welche jedoch wegen ihrer Kost-barkeit unter die größten Seltenheiten gehören), oder man belegtedoch die Anfangsbuchstaben damit. In" Ansehung der äußern Ge-stalt theilen sich die Manuscripte in Rollen (Vo!urr>i:is, die ältesteArt, auf welche in spätern Zeiten noch die Troubadours in Frank-reich ihre Gedichte schrieben) und in geheftete Bücher oder Bände(eigentliche Lockioes), Die Schreiber der Manuscripte waren beiden Alten meistentheils Freigelaßne oder Sclaven (-crikos, liknarü),in den folgenden Zeiten die Mönche, unter welchen vorzüglich duBenedictiner durch ihre Ordensregel dazu verpflichtet waren. Cor-rectoren und Rubricatoren besserten und schmückten nachher duHandschriften aus. Aber von weit größerer Wichtigkeit als diej«äußern Umstände und Merkmale sind für die Beurtheilung desAlters, Werthes u. s. w. einer Handschrift die innere, und namem-lich die Züge der Schrift und der Buchstaben, mit denen sie geschru-