Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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nc> Marcus' Mare'chal

und die königlichen Stutereien u. s. w. Seine Geschäftskenntnißwar bloße Erfahrung. Er kannte Sachsen, die Rechte und dieVerfassung nicht genau; in der Literatur und im Gebiete der schö-nen Kunst war er fremd, oder bewies keine rege Theilnahme; auchverließ er sich ganz auf das Gutachten derer, die sein Vertrauen be-saßen. Die Porzellanmanufactur brauchte unter seiner Direction seitlängerer Zeit schon einen monatlichen Zuschuß aus der Staatscaffevon Zooo Thlrn.' Jetzt erhält sie sich durch ihren eignen Betrieb.Auch die Stutereien kosteten dem Staate unverhältnißmäßig großeSummen, so daß jetzt ein Beträchtliches in diesem Verwaltungs-zweige erspart wird. Ein Verdienst, das sich Graf Marcolini er-warb, war die Cultur eines großen sandigen Landstrichs vor Neu-stadt an der bautzner Straße, wo er eine schone Meierei und andreAnlägen mit vielen Kosten für sich einrichtete. Diese Pflänzling al-lein wird ein Denkmal seines Namens seyn, den man stets un-ter ausgezeichneten Fürsten - Günstlingen mit Achtung nennenwird. typ.

Marcus, der Evangelist, ist nach der Angabe alter Kirchenschrift-stcllcr derselbe, den man aus der Apostelgeschichte unter dem NamenJohasines Marcus als den vieljährigen Begleiter der ApostelPaulus und Petrus auf ihren Reisen kennt. Seine Mutter Mariawar gewöhnlich im Gefolge Jesu und sein Haus zu Jerusalem dieHerberge der Apostel. Er hatte daher theils selbst erlebt, theilsvon Augenzeugen erfahren, was er in seinem Evangeiio von Jesuerzählt und es verdient nicht weniger Glauben als die übrigen.Offenbar schrieb er für Christen aus dem Heidcnthume, jedoch ist esnicht ausgemacht, ob sein Evangelium zuerst zu Rom oder zuAlexandrien, wo er Gemeinden gestiftet hatte, oder zu Antiochiengelesen worden ist. Es unterscheidet sich von den übrigen durch einebündige Kürze, die vieles, was mit der Messiaswürde Jesu zusam-menhing und zunächst nur bey Judenchristen wichtig seyn konnte,mit Stillschweigen übergeht. Seine Echtheit ist niemals mit eini-gem Grunde bezweifelt worden. L.

Marechal (Pierre-Sylvain), geboren zu Paris 1750, practi-cirte anfangs als Jurist, widmete sich aber nachher ausschließlichder Literatur. Er wurde Aufseher der Bibliothek des Collage Ma-zarin, und gab mehrere gelehrte und reichhaltige Werke heraus,die zum Theil mit Interesse aufgenommen worden sind. Er warüberaus fleißig, von Charakter bescheiden und anspruchslos, undstarb im Jahr 1805. Die wichtigsten seiner Werke sind: tües Lsr-xeries; l.e Tempi« lle l'Uz'iueu; Libliotbegus 6es amaus:Toinbeau äs st. ). Tousseau; 1.« livis äe ton» les axss; b'rag-ineiiS li'uu pod'me Moral SUI Dien; ILag« cl'or (eine Sammlungangenehmer Geschichtchen); Viopbetis ä'Lrmsleb: H-r<- «obaxpsau äeluge (Psalmen im morgenländischen Geiste von der reinstenMoral; dennoch verlor er ihrentwcgen seine Bibliothekarstelle); Ts-sueil äe» poete» ruoralistes krau^ais; Lostumes aivils actuelsäs ton» les peuples; Tableau tiv 1a tablo; Varia er 1a Vroviuae0 » (lboix lies plus boaux monumens ci'arcliitecrure eu Irance;Catecliisiue 6n Cure iVIesIisr: Uicklounaiis ll'-linour; l.s kau-lbeon ou le» Vi-ures <1e 1a kable auec leurs bisroires; Lliuanaclies bauetes gens (der Verfasser setzt darin Christus an die Seitevon Spinoza und der Rinon, und kam dafür einige Zeit in Ver-haft); Decalle üu cultivareui; VrizwAe üe Vz'lba^yre (eine Nach-