Marengo m
«hmung von Anarchlsss Reisen, die ihrem Muster jedoch weder anGelehrsamkeit, »och in der Schreibart gleich kommt; der Berfasserläßt den Pythagoras 600 Jahr vor Chr. Geb. Ägypten, Chaldäa,Indien, Sicilicn, Creta, Sparta, Rom, Carthago und Gallienbereisen); Oucrecs kraiuxsi» (eine Samnilung von Gedichten undSentenzen); Djorkoniniire cler orüeez (ein Werk, wodurch sich derVerfasser eine Menge von Anfeindungen zuzog) u. s. w. Der Re-volution zollte er seinen Tribut mit mehreren Broschüren und einemschlechten Roman, I.» kämme adbs betitelt.
Marengo, ein Städtchen in der Ebne zwischen Alessandriaund Tortona in Ober-Italien, ist für die Geschichte durch die inseiner Nähe am i4ten Junius r8cx> vorgefallnc entscheidende Schlachthöchst merkwürdig geworden. Bonaparte hatte am 8ten Märzdie Errichtung einer neuen, bei Dijon zu sammelnden Reserve-Armeevon 60,00» Mann beschlossen, welches man für eine unausführ-bare Prahlerei hielt, auch von der Seite her schlechterdings keineOperation nach Italien vermuthete. Indessen war nicht nur bin-nen sechs Wochen jene Reserve-Armee versammelt, sondern sieging vom löten bis zum 27stcn Mai schon über die Alpen; näm-lich Bonaparte und Berthier mit dem Hauptcorps über dengroßen St. Bernhard, die Division Chabeau über den kleinenSt. Bernhard gegen Aosta, die Division Tourreau über denMontCenis, die des Generals Berthencourt über den Simplon;und die des Generals Moncey über den Gotthard nach Piemont.Nun, da es zu spät, öffnete der österreichische Feldherr die Augen.Bonaparte eroberte am 2ter> Juni das Felscnschloß Bardo amEingänge des Thals von Aosta, Murat rückte nach Mailand,Suchet nahm Nizza, und Berthier schlug in scharfem Tres-sen bei Monte Bell» den Feldmarschall - Lieutenant von O t t.Am igten Juni kam der berühmte Desair aus Ägypten in Bonaparte's Hauptquartieren; die Hauptcorps unter Berthier, Mu-rat, Victor, Las »es, G ardenne, Dupont und Mar;mont waren bei Marengo vereinigt; Desair commandirre dieKerntruppen der Consulargarde, und so gedieh es am iqten Junizu der blutigen, lange mit zweifelhaftem Glücke gefochten«» Schlacht,worin Desäix Tapferkeit (der hier den Tod fand) zuletzt denSieg entschied und das österreichische Heer unter Melas, mit ei-nem Beriust von 7000 Gefangnen und 1200 Todten, bis über dieBormida zurückgetrieben wurde. Unmittelbare Folge dieser Nieder-lage war die Waffenstillstands-Convention zu Alessandria zwischenBonaparte und Melas, nach welcher die österreichische Armeebinnen 14 Tagen die Citadellen von Alessandria, Tortona,Mailand, Turin, Pizzighetona, Arona und Piaoenza,uebst den Festungen Genua, Coni, Cova, Savona und Ur-bino räumen, auch sich über Piaccnza zwischen den Po und Min-cio zurückziehn mußte. Bonaparte organisirte nun in Mailandsie provisorische Regierung der wiederhergestellten cisalpinischen Re-publik, erhob Massen« zum Obergencral der gesa,muten französi-schen Armee in Italien, und kehrte nach Paris zurück, wo schonam 23sten Juli als Folgen jener unglücklichen Schlacht, die Frie-dens-Präliminarien von Kalleyrand und St. Julien unter-ieichnet wurden, welche Duroc dem deutschen Kaiser zur Ratist-cativn überbrachte, '