IZ6 Marius
zwei Berge zurückgezogen und dorr verschanzt hatt«, «in. Die RS-mer schienen verloren, als Marius die vom Tanzen und Schmau-sen ermüdeten Feinde im ersten Sch'afe überfiel und fast gänzlichaufrieb. Auf diese Niederlage versöhnte sich Bacchus mit denRömern und lieferte ihnen den Jugurtha aus; Marius aber theilteeinige Länder desselben unter den Bacchus, Hiempsal und Mon-drestal und machte die andern zur römischen Provinz. Er warnoch nicht nach Rom zurückgekehrt, als er mit der freudigen Nach-richt überrascht wurde, daß er zum zweiten Mal zum Consul er-wählt sey. Das Volk, durch die andringende» Cimbern und Teu-tonen geschreckt, hatte diese Wahl gegen die Gesetze durchgesetzt.Marius eilte nach Rom, wo 'er triumphirend einzog. Unverzüglichging er darauf zu seinem Commando nach Gallien jenseit derAlpen ab und sein Mitconsul, C. Fulvius Fimbria, nach Oocr-Jta-licn. Da aber die Cimbern und Teutonen, statt nach Italien j»gehn, nach Gallien und Spanien gegangen waren, so mußte sichMarius begnügen, seine Armee durch strenge Kriegszucht zu bild«.Das Lob, das er sich dadurch erwarb, und die fortdauernde Furchtvor den Cimbern machten, daß er hinter einander noch zum drt-ten und vierten Mal das Consulat erhielt. Nur nach einer schein-baren vergeblichen Weigerung nahm er die Wahl an. Jetzt aberwaren die Barbaren von ihrem Zuge nach Spanien zurückgekehrtvnd drohten, von zwei Seiten in Italien einzudringen. Mariiinahm mit seinem Heere eine Stellung am Zusammenfluß der Rho»und Jsere, während sein Mitconsul, Luctatius Catulus, am Fuße drrnordischen Alpen dasselbe thun scllte. Da die Mündung der Rhone diePassage der Schiffe nicht erlaubte, so legte er einen Canal, dirbekannte Foffa Mariana, an, durch den er das Wasser der Rhomleitete, so daß er nun Lebensrnittel vom Meere aus bekomme»konnte. Kaum war diese Arbeit vollendet, als das fürchterlich!Heer der Teutonen und Cimbern erschien und sich den Römern ge-genüber lagerte. Marius blieb unbeweglich in seiner Stellung, deiner trug Bedenken, so überlegnen Feinden in offnem Felde zu be-gegnen, und hoffte sie durch Abschneidung der Lebensmittel wrnicht aufzureiben, doch zuvor zu schwächen. Die Barbaren aber,des Wartens überdrüssig, beschlossen, ihren Marsch, ohne des römi-schen Heers zu achten, fortzusetzen. Marius folgte ihnen und holtesie bei Aquä Sertiä ein. Er griff zuerst die Ambronen, und zweiTage nachher die Teutonen an, deren er 200,000 erschlug uidyo,c>oo zu Gefangnen machte. Auf die Nachricht von diesem großenSiege brachten ihm Gesandte aus Rom-die Botschaft, daß ihm -infünftes Consulat und die Ehre des Triumphs zuerkannt worden.Letztere wollte er nur annehme», wenn er sich durch Beilegung derCimbern ihrer würdig würde gemacht haben. Diesen, die von derOstseitc in Italien eingedrungen waren, zu begegnen, vereinigte crsich mit Luctatius. Die Cimbern, welche -den Römern gegenübergelagert, die Ankunft der Teutonen und Ambronen erwarteten , fo-verren durch eine Gesandtschaft, daß man ihnen'Ländereiei zuÄLohnplätzen anweisen solle; Marius gab .ihnen Nachricht vo» dergänzlichen Niederlage ihrer Bundesgenossen. Statt muthlos zuwerden, ergrimmten die Barbaren nur noch mehr, und ihr LönigBojorir foderte den Marius aus, Zeit und Ort zu einer en.schei-dendcn Schlacht zu bestimmen. Dieser wählte eine Ebne, CampiRaudii genannt, unweit Verona, die dem cintbrischen Heer«, das