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oberung Italiens bestimmt war, sich bei Dijon versammelte und zuAnfang Mai's iZoo zu Genf eintraf. Bei dem Übergang über denBernhard entwickelte er eben so viel Kenntnisse als Entschlossenheit.Er leitete den höchst beschwerlichen Transport des Geschützes undder Munition über diesen Berg, befand sich'allenthalben, wo dieSchwierigkeiten am größten waren, persönlich, und führte glück-lich eine der außerordentlichsten Unternehmungen in der neuernKriegsgeschichte aus. In der Schlacht von Marengo unterstützteMarmont den entscheidenden Angriff Desaix auf das kräftigste,indem er seine Artillerie bis auf Musketenschußweite gegen die feind-liche Linie vorrücken ließ. Er wohnte dem Feldzug bis zu seinerBeendigung gleich thätig bei. Darauf wurde er General-Jnspectorder Artillerie und General en Chef der Armee von Holland; aberjetzt zeigte sich auch eine große Veränderung in seinem Charakter,Stolz und übermüthig als einer der reichsten, und von dem erstenConsul am meisten begünstigten Feldherrn in der Armee machte ersich seinen Soldaten eben so sehr als den Holländern verhaßt, welchedem Himmel dankten, als er 1805 zur großen Armee berufen wurde,um das zweite Corps zu befehligen. Er nahm an den Begebenbei-ten von Ulm Theil; während der Schlacht bei Austerlitz hatte erseine Bestimmung in Steiermark, um die Axmee des ErzherzogsCarl izn Rücken zu beunruhigen. Räch dem Frieden wurde er zumHerzog von Ragusa ernannt. Er blieb mit seinem Corps in Ober-Italien stehn. Beim Ausbruch des Kriegs im I. i8oy stand Mar-mont in Dalmatien, und schien verloren, als die Unfälle bei Rc-gensburg den Erzherzog Johann in Italien zum Rückzug zwangen.Er konnte sich hierauf mit der italienischen Armee vereinigen, mitder er siegreich gegen die Donau vordrang. In. der Schlacht vonWagram befand er sich mir feistem Corps im Centrum. Nach Mas-sena's Rückzug aus Portugal wurde ihm der Oberbefehl der gegendieses Reich operirendcn Armee übertragen. Seine Bereinigung mitSoult nöthigte Wellington, die Belagerung von Badajoz aufzuge-ben, aber die Franzosen vermochten oder verstanden nicht, ihre Vor-theile zu verfolgen. Selbst als Marmont sich mit Dorseniek-unterdenMauern von Ciudad Rodrigo vereinigt hatte, wagte er nicht, denEngländern eine Schlacht anzubieten, die sich in der Folge freiwil-lig zurückzogen. Als später Wellington wieder vorrückte, kam esam 22sten Juli 1812 zu einer blutigen Schlacht bei Salamanca,welche Marmont, der selbst verwundet wurde, verlor. Er warnoch nicht ganz wiederhergestellt, als er 181z zurArmee nach Deutsch-land berufen wurde. Hier und in Frankreich focht er bis zur Ein-nahme von Paris, dessen Vertheidigung ihm übertragen war. Nachder Entsetzung Napoleons aber war er einer der ersten, die sich fürLudwig XV 11 I. erklärten. Er wurde zum Pair erhoben, und stehtbei der neuen Regierung in Gunst und Ansehn.
Marmontel (Jean-Fran^ois), Mitglied der Akademie fran-<!aise, war 171Y zu Bort geboren. „Ich habe das Glück gehabt,"sagt er, „an einem Orte geboren zu werden, wo die Ungleichheitdes Ranges und Vermögens nicht fühlbar war. Ein kleines Eigen-thum, einige Industrie oder ein kleiner Handel war der Nahrungs-zweig fast aller Bewohner. Daher wurde der Muth, die Freiheitdes Charakters durch keine Art von Demüthigung unterdrückt. Ichkann sagen, daß ick während meiner Kindl eit, obgleich ich in der Dun-kelheit geboren worden, nur meines Gleichen gekannt habe, daherC°,w. kex. (V. Uwe,.) Vl. 10