haben kann, und folglich mit der Würde eines Markgrafen'in deut- S!fchem Sinne nicht zu verwechseln ist. ai
Mars, Mavocs, deihdcn Griechen Ares, der Gott des dlKrieges. Nach den älteste» Dichtern war er ein Sohn des Jupi- di
ters und der Juno, nach spätern der Juno allein, die ihn durch st
eine von der Flora überreichte Blume empfing. Noch andre neu- ki
nen ihn einen Sohn des Jupiters und der Enyo. Eigentlich.ist st
Mars eine pelasgische Gottheit, welche in Thrazien ursprünglich trverehrt wurde, und von da aus zu den Griechen kam. In den v
frühesten Zeiten war er das Symbol der Macht der Gottheit, und si
bei den Griechen das Symbol des Krieges, in so fern nur Stärke,Kühnheit und Brutalität dazu gehören; dahingegen Minerva alsKriegsgöttin das Symbol der mit Überlegung und Kenntniß desKriegswesens vcrbundnen Tapferkeit ist. Die Römer erhielten sei- nnen Dienst schon in den frühesten Zeiten von den Griechen. Die SStifter ihrer'Stadt, Romulus und Remus, waren von ihm mit zder Rhea Silvia erzeugt worden. Außer mehrern Tempeln war z
ihm zu Rom auch das Marsfeld gewidmet. Seinen Dienst verrich- h
teten besondre ihm gewidmete Flamines und das Collegium derSalier, welche seinen vorn Himmel gesallnen Schild (aucim) aufbe- h
wahrten. Am zwölften Mai und am ersten August wurden ihm h
Spiele gefeiert. Ihm waren bei den Römern das Feuer, die Sol- r
baten und Fechter, deßgleichen auch die Pferde, deren ihm den igteil r
October zu Rom geopfert wurden, die Stoßvögel, Geier, Hähne, !
Spechte und Wölfe heilig; auch die Suovetaurilia wurden ihm dar- <
gebracht. In Friedenszeiten nannten sie ihn Quirinus; seine Ge- h
mahlin und Schwester war bei ihnen die Bellona. Die Griechen >
hingegen schreiben ihm keine eigentliche Gemahlin zu; aber er er- >
zeugte einige Kinder mit der. Venus und verschleimen andern Ge- l
liebten. Die Umarmung der erstem wurde vom Helios dem Bill- 1
kan verrathen. Dieser verfertigte ein künstliches, überaus feines <
Netz, warf es über beide, die er eben auf dem Lager beisammen <
fand, rief sodann alle Götter herbei und gab die beschämten Ee- >
fangncn dem Spotte derselben Preis. Die Venus gebar ihm die >
Harmonia, den Deimos (Schreck) und den Phobos (Furcht). Auch s
nennt Simonides noch den Eros als einen Sohn des Mars und i
der Venus. — Phobos ist sei» steter Kriegsgefährte; er und Dei- -
mos spannen seinen Kriegswagen an und lenken ihn im Gefechte; -
Enyo und Eris wandeln im Kampfe neben ihm her. — Die Fa- >
bel erzählt verschiedne einzelne Thaten von ihm. Im Giganten- ikriege kommt er nur bei den spätern Dichtern vor. Nach Claudia»griff er die Riesen zuerst an und erlegte den Pelorus und Mimas.
Vor dem Lyphorus mußte er aber wie die andern Götter fliehe»,und um verborgen zu bleiben, verwandelte er sich in einen Fisch-Im Gefechte mit den Aloiden Otus und Ephialtes wurde er vonihnen gefangen genommen und in ein ehernes Gefängniß gelegt,wo er iz Monate schmachten mußte. Die Mutter der Aloiden ver-rieth aber seinen Aufenthalt dem Hermes und dieser befreite ihnwieder. Mit dem Hercules gericth er zwei Mal iu Kampf, indemer seinen Söhnen gegen ihn beistehn wollte. In dem einen Kampfewurde der Gott selbst verwundet, den andern trennte Jupiter, in-dem er seinen Blitz zwischen die Fechtenden schleuderte. Dagegentödtet« Mars den Halirrhotius, Neptuns und der Nymphe EuryttSohn, weil er seiner Tochter Alcippe Gewalt anthun wollen.