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großen Schlachten bei Regensburg, Aspern und Eßlingen und beiWagram mit. In der zweiten rettete seine Standhastigkeit undAusdauer das französische Heer vom gänzlichen Untergänge, undNapoleon belohnte ihn mit der Würde eiffes Fürsten von Eßlingen.Bald nach dem Frieden eilte er aufs neue nach Spanien, um Eng-lands unbesiegtem Feldherrn sich entgegenzustellen. Dieser zogsich vor der französischen Übermacht zurück und begnügte sich in einerfelsenfesten Stellung die Hauptstadt Portugals zu vertheidigen, bisder Mangel dem feindlichen Heere den lungern Aufenthalt unmöglichmachte. Maffena würdigte seinen Gegner zu richtig, um einen An-griff auf ihn zu wagen, und zog sich zurück. Sein Heer litt bedeu-tend, sowohl durch Hunger als durch den thätig verfolgenden Gegner.Napoleon, mißvergnügt über diese ihm unerwünschten Resultate einesprahlerisch angekündigten Feldzugs, rief Maffena zurück, und ließihn bis zu seinem Sturze ohne Anstellung; eine Erscheinung, welchedie höchste Spannung zwischen beiden vermuthen läßt. Die neuefranzösische Regierung hat Maffena außer den Allen bewilligtenVortheilen nicht weiter begünstigt und ihn ebenfalls ohne Anstellunggelafsen.
Massenbach (v.), königl. preußischer Obrist, Generalquartier-mcisterlieutcnant und Ritter des Ordens xaur ks inoric«-. AuSdem Wirtembergischen gebürtig und um das Jahr 1782 bei derprcußischenArmee angestellt, zeichnete er sich frühzeitig als Schriftstel-ler aus. Zu seinen ersten litcrärischcn Producten gehörte einkleines Werk über die Differentialrechnung. Seinen ersten Feldzugmachte er bei Gelegenheit der preußischen Expedition nach Holland iinI. 1787. Den Feldzügen am Rhein vom I. 1792 bis zum bast-ler Frieden wohnte er sämmtlich als Offizier des Generalquartier-meisterstabes bei, und verfertigte während dieser Zeit mehrere Me-moires, sowohl über streng militärische als auch politische Gegen-stände, in welchen ketztern er stets die Ansicht geltend zu machenbemüht war: daß Preußens Wohl und dauernde Größe nur aufeiner genauen Allianz mit Frankreich beruhe. Nach dem baselerFrieden übergab er mehrere Memoires, die Organisation des Gene-ralquartiermeisterstabes betreffend, die zum Theil berücksichtigt wur-den. Er unterhielt einen fortdauernden Briefwechsel mit dem Her-zog von Braunschweig, den er, wie auch andre bedeutende Männckdes preußischen Staats, für seine Ansichten zu gewinnen bemüht war,dabei aber viele Schwierigkeiten fand. Beim Ausbruch des Kriegeigegen Frankreich wurde er als Generalquartiermeisterlieutenant beider Armee des Prinzen von Hohenlohe angestellt, und theilte durchdie Capitulation zu Prenzlow am 28sten October 1806 mit seine«Feldherrn das Leos der Gefangenschaft. Berschicdne ihm vorgewor-fene Versehen veranlaßten ihn zur Herausgabe seiner historische"Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Verfalls des preußischen Staatsseit dem Jahre 1794, denen er als eine Ergänzung Memoiren überseine Verhältnisse zum preußischen Staat, und insbesondre zum.herzog von Braunschweig in drei Banden folgen ließ. BeideWerke enthalten eine Menge interessanter Darstellungen und Anek-doten, und wenn, wie billig, Preußens wieder aufgelebter Ruhmund neue Größe jene Unglücksfälle gewissermaßen aus dem Ge-dächtniß der lebenden Generation gern vertilgt sieht, so werden dieErzählungen des wahrheitsliebenden Mannes, für welchen Mas-senbach stets zu halten ist, doch für den Geschichtsforscher und