Band 
Sechster Band. M und N.
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177
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Materialismus 177

ht-tze. Dem widerspricht De Luc, der übrigens ein Vertheidignder atomift schen Borstellungsart, und dem Dualismus zugethan ist.Wir könnten noch mehrere Meinungen über die Natur und dasWesen der Materie anführen, wenn nicht aus dem Bisherigen ge-.»ugsam erhellte, daß mit Bestimmtheit nichts darüber gesagt wer«,den kann.

Materialismus, diejenige philosophische Behauptung oder,Mematische Anficht, vermöge welcher die Materie, oder die körper-liche Substanz als Grundprincip der Dinge angeskhn wird; werihr zugethan ist, heißt Materialist, z. B. Mirabeau, der Ver-fasser desüe I» »elureu.A. In Beziehung auf die Seelen--khre insbesondre ist Materialismus die Annahme, die Seele sey.eine materielle Substanz (psychologischer Materialismus). Der Ma-terialismus ist somit dem Spiritualismus oder Jmmaterialismus.entaegcngeseht; beide aber sind Arten des monist schen Dogma-.,tlsmiis (s. d. Art.). Jener kann nun wie dreier entweder empi-risch seyn, wenn er seine Behauptung auf Erfahrungen von derSinnenwelt zu gründen, und also die innern Erscheinungen ausden Erscheinungen des äußern Sinnes abzuleiten versucht, — oder.transcendental, wenn er über diesen letzter» Unterschied selbst,als durch die Erfahrung gegeben, hin. usgehr. Beide qber, desSpiritualismus sowohl, als der Materialismus, sind Einsei-,.Weiten und enthalten keine zureichenden Erklärungsgrimde derentgegenstehenden Erfahrung. Der Materialismus ist aber verschie-den, je nachdem er die Materie an sich, oder die Organisa».tion derselben zu dem Ursprünglichen macht, und im erster» Falle-bald eine Ltheri che Materie, ein unsichtbares Fluibum, bald dasAcht, das Wasser rc. als die Grundmaffe annimmt, wie auch nachden besondern Hypothesen, durch welche er das Entstehen allesDinge daraus e klärt. In besondrer Beziehung auf die Seele be-hauptet der Materialist daher, die Mars ie bringe an sich geistigeVeränderungen he.vor', oder sie sey Resultat der ganzen körperli-chen OiganisAtion, durch welche die Materie verfeinert und zunrGeiste veredelt werde. Allein dadurch bleibt immer unerklärt, wie»die Materie denken und die physische Bewegung geistige Verände-rungen hervorbringen könne, die wir an so vielen organisirten We-sen nicht wahrnehmen, wie namentlich eine Vorstellung von seineneignen Thätigkeit entstehen könne. Man erfand daher viele ebenso unerweisliche Hülfshypothesen. Am meisten aber streitet gegen,eine solche Annahme das Bewußtseyn der Identität und Freiheitdes Menschen, welche durch dieselbe aufgehoben wird, indem dieMaterie durch das Gesetz der Naturnothwendigkeit unbedingtbeherrscht, und das freie We en dadurch zur Maschine erniedrigtwird. Auch geht der Materialismus in der prac tischen Philo-sophie nothwendig in den Eudämonismus über, so wie er in reli-lsiö'er Beziehung zum Atheismus oder zum Pantheismus und Fata-lismus führen muß. Wie er sich zum Realismus verhalle, mitWelchem er oft verwechselt wird, s. in dem Art. Realismus.Üoriaens ist der Materialismus eine sehr alte Borstellungsart, unddie herr'chendere in der ältern griechischen Philosophie, Mythologie«nd Poesie: denn die Sinnenwelt regt zuerst das Nachdenken auf,der Men ich bildet sich zuerst sinnlich aus, auch ging darum der pos«sische Materialismus dem philosophischen »orhex; nur wurden beidrC»n». (N. Vl.- l»