Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
215
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Mediceer

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da« kaum gestillte Florenz von neuem durch die Parteien der Ricciund Albizzi beunruhigt und durch die Schikane der Ammonizioncuzerrüttet wurde, hielten die Medici es mit den schwächer» Ricci.Der eine Sohn Alamanno's, Bartolomeo, ließ sich igöo mit Ri-colu del Buono und Domcnico Bandini sogar in eine Verschwörunggegen die albizzüche Partei ein, entging aber bei deren Ent-deckung dem Schicksal, das diese seine Mitverschwornen traf, da-durch, daß er sich i» Zeiten seinem Bruder Salvestro, der Magi-stratsperson war, vertraute. Eben dieser Salvestro setzte, im I.IZ78 zum Gonfaloniere di Giustizia ernannt, ein Gesetz durch, wo-durch die Albizzi gedemüthigt und die Ammonizionen gemäßigtwurden. (So nannte man die Entfernung gewisser Männer undganzer Geschlechter von öffentlichen Ehrcnstellen unter dem Vorwanddes Ghibellinismus.) Dadurch, und noch mehr, als darauf in demTumult der Ciompi die Partei der Albizzi ganz aufgerieben wurdeund die Volkspartei die Oberhand gewann, erwarb Salvestro dasgroße Ansehn, das zu dem seitdem immer gestiegnen Einflüsse sei-nes Hauses den Grund legte. Seine und seiner Verwandten Mä-ßigung rettete sie vom Untergang, auch als nach wenigen Jahren diePartei, die ihn erhoben hatte, durch Übermuth sich selbst ihrenSturz bereitete. So sahen die Medici, ungestört in ihrem Ansehe»und Wohlstand, die Häuser Albizzi, Strozzi, Scali, Alberti umsich fallen, denn sie strebten nie, wie diese, dach der Herrschaft derRepublik, als hätten sie gewußt, daß das Schicksal sie ihren Nach-kommen gleichsam von selbst in die Hände spielen würde. Dennochwurden auch sie noch, wenigstens auf eine Zeit lang, Opfer desrepublikanischen Parteigeistes, vor dem die Unschuld und Rechtlich-keit nicht schützt, sondern wohl selbst als Verbrechen erscheint. I»einem Aufstand des Volks gegen" die vornehmen Bürger und diewieder emporgekommenen Albizzi, im I. izyz, drang der ungestümeHaufe in Beri dei Medici, Salvestro's Sohn, und damaligesHaupt der Familie, sein Anführer zu werden, und die Signoria zurGewährung ihrer Federungen zu zwingen. Leicht hätte damalsBeri Herr von Florenz werden können, und sein Vetter Antonio> wandte alles an, ihn zu Benutzung dieser Gelegenheit zu überreden,aber Veri bediente sich solcher Liebe und solchen Einflusses beim Volkenur jzur Vermittelung, und durch ihn ward der Aufruhr gestillt.Kurze Zeit nach dieser glorreichen Handlung war es, wo der sonstimmer günstige Himmel sich für die Medici trübte. Als die Sig-nori dem Volke schlecht erfüllten, was sie unter Veri's Bermitt-lung versprochen, äußerten er und die Seinigen laut ihr Mißver-gnügen. Da benutzte die argwöhnische Regierung einige Drohun-gen, die Donato Acciajuoli, Freund der Mediei, sich erlaubt hatte,zum Vorwand, um alle Medici der von Salvestro abstammendenLinie nebst ihren Freunden zu verbannen. Einige von diesenVerwiesenen, unter ihnen jener Antonio, machten, im Einverständ-nis mit Freunden zu Florenz, am -zten August igy? den Versuchzurückzukehren und das Regiment an sich zu reißen. Aber einge-drungen in die Stadt, fanden sie, das Volk in die Waffen rufend,reinen Beistand, und mußten sich in die Kirche St. Reparata flüch-ten, wo sie von den Leuten der Signoria theils gelobtet,theils gefangen und dann hingerichtet wurden. Nach Ent-deckung einer neuen Verschwörung, die der Herzog von Mailand>m I. 1400 unter den florentinischen Verbannten in der Lombar-