Band 
Sechster Band. M und N.
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217
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Mediceev 217

Coflms selbst bewirkte, daß Ren unter bissen Machthabern war,und versöhnte ihn so seiner Partei, die die schwächere des Neri insich aufzunehmen nicht fürchten durfte. Als nach Neri's Tode dieFrist der Balia abgelaufen war, bediente er sich nicht, wie wohlfrüher weniger kluge Parteihäuxter gethan, der Gewalt, ihre Ver-längerung zu bewirken, sondern wartete ruhig ab, bis die großeMenge derer, die vom Volke, das die Ehrensrellen nur vergab, keineerhielten, von ihn» aber weiche hoffen konnten, darüber ungeduldig(1458), die Erneuerung jener Oligarchie auf acht Jahre durchsetzte.So liebte er immerhin anscheinender Gleichgültigkeit und Unrich-tigkeit, Andre zu seinem Vortheil handeln zu lassen. Wie früherPuccio Pucci das Haupt seiner Partei geheißen, so regierte er seitI4Z8 die Republik durch Luca Pitti, selbst im Hintergrund bleibend.Aus diesem beobachtete er seine Freunde und seine Feinde und suchtejene in den Schranken derjenigen Mäßigung halten, ohne welcheselbst eine konstitutionelle Aristokratie, geschweige denn eine so pre-käre Oligarchie sich nie behaupten kann. Doch gelang ihm diesin seinen spätern Jahre», besonders wegen des herrischen Eharakt-rSdes Luca Pitti, weniger. Dabei war ihm Gesetz, in seinem häus-lichen Leben und Aufwand nie vor Andern sich auszuzeichnen odereine Neid erregende Pracht zu zeigen; seinen Überfluß verwendeteer auf öffentliche Bauten, mit denen er Florenz in großer Anzahlschmückte, und zu einer glänzenden Freigebigkeit gegen seine An-hänger nicht nur, sondern besonders gegen Künstler und Gelehrte,wie denn Argyropulus, Marstlius Ficinus u. A. sein« Wohlthatenin reichem Maße genossen. Denn er selbst war ein gebildeter undkenntnißreicher Freund der Wissenschaften, ohne darum minderthätiger Kaufmann, minder wachsamer Staatsmann zu seyn. ESwäre ihm, der in Europa als Fürst von Florenz galt, leicht ge-wesen, sich mit Fürsten zu verschwägern! aber er verheirathetsseine Söhne und seine Enkelinnen mit Töchtern und Söhnen flo-rentinischer Bürger. Mit gleicher Klugheit, wie die innern, lei-tete er auch die äußern Angelegenheiten der Republik in denschwierigen Verhältnissen mit Neapel, Mailand und Venedig,worin seine über die Welt verbreiteten kaufmännischen Ver-bindungen und sein unermeßlicher Ereoit ihn kräftig unterstütz-ten. Nachdem er so alles gethan, was seines Hauses Macht aufdem unsicher» Boden der Volkszunst befestigen konnte, starb ernichts desto weniger mit kummervollen Aussichten in die ZukunftU4Ü4); denn sein Vetter^ der kluge Bernardo der Medici, dersich in den Kriegen gegen Mailand und Reavel so viel Ansehen«ls Verdienst erworben hatte, und sein Sohn Giovanni warenihm gestorben; sein andrer Sohn Piero schien wegen seinerKränklichkeit wenig zum Staatsoberhaupt geeignet, und dessenSohne, Glull an» und Lorenzo, waren fast unmündig. Wirk-«ch verscherzte Piero gleich im Anfange die Liebe, -die Florenzgern von seinem angebeteten Vater auf ih» übertragen habenindem er, auf den boshaften Rath eines falschen Freundes,^--mtnalvi Reroni, um seine Finanzen, die durch die Freigebigkeitsemes Vaters etwas gelitten, wieder zu ordnen, eine Menge Sum-men, die dieser an Bürger ansgeliehen, aufkündigte und eintrieb.

dadurch und durchj die Verlobung seines Sohnes Lorenzo mitk-.ancc aus dem «dein großen Hause der Orsiuä beim Volk demlero erwachsene Ungunst beschlösse!! Reromi und der herrschsuchtrge