Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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2Z6 Meklenburg

Friedrichs l. seine nachgebornen Söhne die Nebenlinien Grabowund Strelitz; der erstgeborne Sohn, Christian Ludwig, succe-dirte in Schwerin. Im wcstphälischen Frieden wurden von derschwerinrschen Linie der Krone Schweden die Stadt Wismar unddie Ämter Pöhl und Neukloster abgetreten: als Entschädigung er-hielten die Herzoge die säcularisirten Bisthümer Schwerin undRatzeburg und die jobanniter Commenthureien Mirow und Neme-row. Im I. 1692 starb Herzog Christian Ludwig ohne Kinder,worauf über die Nachfolge unter den Nebenlinien Grabow undStrelitz zwischen Friedrich Wilhelm und Adolph Friedrich ll. einStreit entstand, der dadurch noch mehr vermehrt wurde,- daß 1695auch die güstrowsche Linie ausstarb. In dem Vergleich zu Ham-burg wurde endlich 1701 beschlossen, daß die ältere Linie von Gra-bow Schwerin und Güstrow, Herzog Adolph Friedrich zu Strelitzaber das Fürstenthum Ratzeburg, die Herrschaft Stargard, nebstMirow und Remcrow, ingleichen eine jährliche Pension von 9000Speciesthalern erhalten sollten. Auch wurde das Recht der Erstge-burt und die Linealsuccession eingeführt. Auf Friedrich Wilbelmfolgte 171g sein Bruder, Carl Leopold, der wegen Beeinträchti-gung her Stände durch eine kaiserliche Commission 1728 der Regie-rung entsetzt wurde. Statt seiner wurde sein Bruder ChristianLudwig Administrator des Landes. Der Versuch Carl Leopotts,sich der Regierung gewaltsam wieder zu bemächtigen, schlug fehl.Nach seinem 1747 erfolgten Tode wurde Christian Ludwig regie-render Herzog. Ihm folgte 1756 sein Sohn Friedrich, und die-sem 1785 sein Bruderssohn, der jetzige Herzog Friedrich Franz,der igoz durch den Vertrag mit Schweden die im westphälischenFrieden abgetretenen Ämter und die Stadt Wismar wieder mit jSchwerin vereinigte. Im Reichsdeputationsschlusse von 180Z wur- ,den sieben lübeckische, im Mecklenburgischen eingeschloßne Dörfer fdem Herzoge als Entschädigung für zwei evangelische Canonicate 'im Dom zu Straßburg, auf welche er im osnabrücker Frieden eineAnwartschaft erhalten hatte, zuerkannt. An der strelitzischen Liniefolgte dem Herzog Adolph Friedrich II. sein Sohn Adolph Fried-rich III., und diesem seines Bruders Sohn, Adolph Friedrich IV-Nach dessen Tode succedirte 1794 der jetzige Herzog Carl Lud- iwig Friedrich. Meklenburg-Strelitz trat am igten Februar1808 und Meklenburg-Schwerin den 24sten April 1808 dem Rhein-bünde bei; -ersteres hatte 400, letzteres 1900 Mann zum Bundcs-contingent zu stellen. Die ständische Verfassung wurde in beidenLändern beibehalten, aber dem Zeitgeiste gemäß verändert. Nachden Ereignissen der Jahre 1312 und iz waren die Herzoge vonMeklenburg die ersten Fürsten des Rheinbundes, welche sich vonFrankreich lossagten und der guten Sache beitraten festen März1813).— Der Herzog von Meklenburg-Schwerin besitzt 226 Qua-dratmeilen mit 295,0x10 Einwohnern und i,800,000 Fl. Einkünfte;die Hauptstadt ist Schwerin. Der Herzog von Meklenburg-Stre-litz besitzt 48 Quabratmeilenmit 56,000 Einwohnern und 550,0008!.Einkünfte; die Hauptstadt ist Reustrelitz. Zu Rostock ist eine ge-meinschaftliche Universität. Der Titel beider Herzoge, die durchverschiedne Hausverträge in genauer Verbindung stehen, ist: Her-zog zu Meklenburg, Fürst zu Wenden,. Schwerin und Ratzeburg,Traf zu Schwerin, der Lande Rostock und Stargard Herr,