Mcsochoms Mesopotamien 287
(Hebung der innern Hemmungen der harmonischen Lebensthätigkert)des meiste Gewicht bei der Heilung legte, und in Erregung undLeitung derselben das Wesentliche der magnetischen Heilung suchte.ES wurde daher die magnetische Einwirkung so viel als möglichverstärkt, bis sie auf den Grad stieg, welcher heftige Reactionenerregte, die nun als Convulsionen oder doch als heftige Krämpfesich äußerten. Diese sahe er als nothwendigen Heilungsprozeß derNatur an, und bei seiner und der magnetischen Behandlung seinerSchule errichtete man daher die sogenannte» Crisenzimmer (6!n,w-die, äs ciise), welches Zimmer waren, deren Fußböden und Wändemit Matratzen bedeckt wurden, damit die iy Zuckung versetztenKranken sich bei ihrem Umherwerfen keinen Schaden zufügen konn-ten. Hiervon ging die Schule, welche in Strasburg sich gebildethatte, und in der Folge Mesmer selbst wieder ab. Der Directorjener Schule, Marquis von Puisigur, verbannte die sogenanntenCrisenzimmer, die er Höllenstuben (Lkmrndres ä'snksr) nannte; dieheftigen tumultuarische» Criscn wurden vermieden, und die magne-tische Behandlung dahin geleitet, daß sie nur auf Ruhe und Wohl-befinden abzweckte. Die hierdurch erregten Criscn waren sanft,zeichneten sich durch ein Gefühl des höchsten Wohlseyns, durch Er-hitzung der Seelenkräfte, durch Kenntniß des eignen körperlichenZustandes, so wie auch des Zustandes anderer, mit dem Magneti-sirten in Verbindung gesetzten Kranken aus. Die Verschiedenheitdieser Methode bestanden einer Verschiedenheit der Anwendung desMagnetismus. Sie wurde in der Folge die am allgemeinsten an-gewandte, und verbindet die Methode der ehemaligen mesmerschenSchule, welche hauptsächlich nur physisch, durch starkes Berührenmit den Händen oder mittelst metallner und gläserner Conductoren,der magnetisirten Wannen und Bäume, der magnetischen Bäder,des Trinkens von magnctisirtem Wasser, des Tragens magnetisirterGlasplatten u. s. w. wirkte, mit der Methode einer andern Schule,Reiche zu Lyo» und Oftende unter der Dircction eines gewissen Rit-ters Barbarin sich bildete, und bloß psychisch, durch Figirung desfesten Willens auf den Kranken alle Wirkungen des Magnetismushervorzubringen suchte. Diese Schule bekam deßhalb den Namenisr Spiritualisten. (Das Weitere über den animalischen Magne-üs.Tms siehe bei dem Artikel Magnetismus.) Lk.
Aicsochvrus, Halbchor, s. Chor.
Mesopotamien oder das Land zwischen den Flüs-sen (El-Dschesira oder die Insel bei den Arabern genannt), nann-tm die Griechen die großen vom Euphrat und Tigris eingeschloß-nm Strecken, die im Norden der Laurus und Magus begränzten.Zn der Nordhälste war es gebirgig und an Gctraide, Wein und^chweiden fruchtbar; im Süden aber eben, dürre und unfruchtbar.
den Städten nennen wir Charran oder Charrä, Zoba, d. i.-^besin, Antiochia, MygdoniL, Singara. Won jeher lebte» hiers.wilerlei Leute: Ansässige oder Ackersleute und Herumziehende oderMtenvölker. Die Mesopotamien erwuchsen aus den Chaldäern,^vchke, aus Cuschiten, die unter Nimrod die Städte Edessanin, Asibin erbauten, und aus semitischen Abkömmlingen des Stam-"ks «hara. Diese bewohnten anfangs die Gegend um Uc Ehasdien,ui und um Haran oder Charcä; aber mit der Zeit breitetendo«?' ganzen Lande, ja auch in Chaldäa und Syrien aus, so" die Cuschiten ihnen entweder weichen oder sich unterwerfen muß-