Milz ZZi
Verfassers betrug zehn Pfund. Überhaupt machte dies Meisterstück 'der englischen Poesie bei seiner ersten Erscheinung wenig.Aufmerk-samkeit. Erst nachdem Addison die Schönheiten desselben in sei-nem Zuschauer zergliedert hatte, fing die Nation an , sich näher damitbekannt zu machen. Im I. 1670 gab der Dichter eine Geschichte vonEngland heraus, die jedoch nur bis auf die normannische Invasionreicht. Im I. 1671 erschien sei» zweites Epos, 1'ora-ilss re»ainsc>,welches dem erster» nachsteht, und sein 6Linrou ein
im Geschmack der Alten geschriebncs Trauerspiel. Im I. 1672 liesser eine Logik und 167Z seine Oiscnurses c>t ecus rsliAian drucken,worauf er den roten November 1674 zu London starb. In neuernsZeitenist ihm in der Westminsterabtei ein Denkmal errichtet worden. —Mitten lebte sehr mäßig und hatte einen natürlichen Abscheu gegenstarke Getränke. Seine Vergnügungen bestanden größtenthcils inder Unterhaltung mit feinen Freunden und der Beschäftigung mitMusik, worin er es zu einiger Vollkommenheit gebracht hatte. SeineKenntnisse waren sehr ausgebreitet. Er verstand die hebräische,griechische, lateinische, französische, italienische und spanische Sprache.Von den Dichtern seiner Nation schätzte er am Misten Spenser,Shakspeare und Eowley. Nachdem er blind geworden war, unteWrichtete er seine Töchter in den drei ersten der genannten Sprachen,damit sie ihm bei seinen gelehrten Beschäftigungen hülfteiche Handleisten möchten, übrigens war er ein offner, redlicher Mann,von schneller Fassungskraft, mit treffendem Witze und scharfemUrtheil versehn. Verheirathet hatte er sich drei Mal. Seine sämmt-lichen poetischen Werke findet man in Johnsons Sammlung, desglei-chen bei Bell und Andersen. Commentirt haben ihn Beutley,Pearce, die beiden RichardsonS und Lh. Warton.
Milz, ein an der linken Seite des Magens, in dem Raume,welchen die falschen Rippen der linken Seite umschließen, liegenderEingeweide, welches ungefähr um fünf Theile kleiner als die Leber,von länglichrunder Form und dessen Gewicht, nach Verhältniß desAlters des Menschen, von S bis ig Unzen beträgt. Ihre äußereFlache ist gewölbt und dem Zwerchfell zugekehrt, die innere Flächeist flach ausgehöhlt und dem Magen zugewandt. Sie ist mit derBauchhaut gänzlich umgeben, die durch verschleime Verdoppelungen§ Bänder bildet) mit denen das obere Ende der Milz an den Zwcrch-
> Muskeln, und die innere Fläche an dem Magen befestigt ist. Das
^ Innere der Milz besteht aus einem so blutreichen Gewebe, daß eS§ blauroth durch die sehr zarten Häute durchschimmert. Zwischen demzeitigen Gewebe der Milz laufen die Zweig« der Blutgefäße, derenWchen sich selbst in die Zellen zu öffnen scheinen. In die Milzgeht eine nach Verhältniß anderer Eingewecde sehr starke Schlag-ader, die noch vor ihrem Eingang sich in mehrere Aste abtheilt,welche an der innern Fläche in die Substanz der Milz eindringenund sich h^r auf das vielfachste verästeln. Die das Blut zurückfüh-rende Milzvene ist viel starker als die Arterie, in Verhältniß wie lz" 5 , sie setzt durch ihre Verbindung mit der Gekrösadec den Stammder Pfortader zusammen, welche in die Leber zur Bereitung derGalle sich begibt. Bon der Milzarterie gehen auch mehrere Äste zudem Magen, die sogenannten kurzen Blutgefäße (vasa knovis), undversorgen diesen mit Blut (s. Magen). Außer der Zeit der Ver-dauung ist die Milz schlaff und weniger mit Blut angefüllt; wahr-Mmlich geht alsdann durch die kurzen Gefäße mehr Mut zu dem