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zen auch der Hahn), um die Wachsamkeit anzudeuten. Als Erhubterin der Gesundheit füttert sie aus der Gchaale der Drachen, midder Ölzweig ist das Symbol des friedlichen Berkehcs, der durch ßegedeiht. Ein besondrer athenischer Mythus sagt, daß, als einst,Neptun und Minerva (Athene) über die Benennung der Stadt .Athen stritten, die Götter den Streit dahin entschieden, sie s»ll«nach dessen Namen genannt werden, der den Menschen das nütz' !lichste Geschenk hervordringen würde. Neptun schlug mit semeai !Dreizack die Erde und «S sprang das kriegerische Roß hervor; Mi-nerva warf ihren Speer, und, wo er fiel, sproßte der freilichÖlbaum. Ihr Geschenk ward für das heilsamste erkannt, und duStadt erhielt ihren Namen. Ganz Attica, besonders aber Lth»ward ihr geheiligt, und sie harte hier viele Tempel. Ihre glän-zendsten Feste zu Athen waren die Panathenäcn. Ein anderes Wwar die feierliche Abwaschung ihrer Bildsäule zu Athen, hauptsäch-lich zu Argos, welche alle Jahre in fließendem Wasser von duHänden keuscher Jungfrauen geschah. Die Römer verehrten sttanfangs bloß als Kriegsgdttin; später ward sie eine Hauptschlich ,göttin Roms. Sie hatte nebst Jupiter und Juno den Haupttein-pel auf dem Capitol ein, und ihr Fest wurde jährlich unter t«Namen Quinquatrus fünf Tage lang gefeiert.
Minzotti (Catarina), eine der größten Sängerinnen z»Ende des vorigen Jahrhunderts, war 1726 zu Neapel von ursprüng-lich deutschen Ältern geboren. Ihr Vater, der in österreichischenMilitärdiensten stand, bekam bald nach ihrer Geburt den Befehl,sich nach Schlesien zu begeben, und nahm sie dahin mit. Nach sei-nem Tode that ihr Oheim sie zu den Ursulinerinnen. Die Musik,die man hier zuweilen gab, machte einen solchen Eindruck auf ft,daß sie die Äbtissin mit Thränen in den Augen bat, ihr einige»musikalischen Unterricht geben zu lassen, damit sie auch i« Cb«rmitsingen könnte. Die Äbtissin willfahrte ihr endlich und gab ihrtäglich eine halbe Stunde einige Anweisung in den ersten Anfangi-grunden der Musik. Sie war vierzehn Jahre all, als sie nach ih-res Oheims Tode zu ihrer Mutter und ihren zwei Schwestern i»>rückkehrte. Einige Jahre darauf verheirathete sie sich gegen ih«Neigung, und bloß um sich einer noch verhaßter» Lage zu entreiße»,mit einem schon bejahrten Venetianer, Namens Mingotti, welcherder Unternehmer der Oper zu Dresden war. Bei ihrem Auftrete» ^in Dresden erregte sie das allgemeinste Aufseh». Porpora, der d»- .mals in des Königs Diensten war, empfahl sie auf das angelegent-lichste und- verschaffte ihr eine Stelle am Theater. Er selbst ^
schäftigte sich mit ihrem Unterricht. Die berühmte Faustina n»> ^Haffe waren damals ebenfalls in Dresden; aber bald, nachdemMadam Mingotti sich das erste Mal am Hofe hatte hören laste»,entfernten sie sich und gingen nach Italien, wie man behauptete,aus Eifersucht auf die neue Sängerin. Der Ruf der Mingotti ver-breitete sich bald durch Europa, so daß sie nach Neapel eingelade»wurde, um daselbst auf dem großen Operntheaker zu singe». Merster Debüt hieselbst machte so großes Auflebn, daß sie von ane»Seiten die vorthcilhaftesten Anträge erhielt, die sie jedoch aus De-likatesse ablehnte, da sie fortwährend einen Gehalt vom- dresdn»Hofe bezog. Bei ihrer Rückkehr nach Dresden fand sie Hasse a»der Spitze der Capelle. Dieser war eben mit der CompositionduOper -Semofante (1748) beschäftigt, und setzte eigens für die Wi» -