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sich des Landes fast odne Gegenwehr. Aber Ntcomedes sah mitgrößter Besorgniß den Mithridates immer mächtiger werden. Erverabredete mit seiner Gemahlin, einen Jüngling für den dritte»Sohn des Ariarathes auszugeben und diesen die Römer um Hülfeanflehen zu lassen. Die List gelang. Laodice rcis'te selbst nachRom, um die Aussage des Prätendenten zu bestätigen. Mithrida-tes, von allem unterrichtet, bediente sich desselben Betrugs, indemer den Römern zu beweisen suchte, daß der junge Fürst, dem er !Cappadvcien übergeben (welches -'ein eigner Sohn war, dem er de»Namen Ariarathes gegeben), der rechtmäßige Sohn des Ariarathessey. Die Römer, welche den doppelten Betrug entdeckten, befähle»dem,Mithridates, Cappadvcien, und dem Ricomedes Paphlagowenwieder abzutreten. Dieser Befehl wurde vollzogen und in Cappa-docien Ariobarzenes zum Könige gewählt. Kaum aber hatte Sylla,dessen Waffen ihn auf den Thron gehoben, Asien verlassen, alsMithridates den König von Armenien, Tigranes, aufwiegelte, wel-cher den Ariarathes, des Mithridates Sohn, in Cappadvcien wie-der einsetzte. Zugleich nahm Mithridates Bithynie» weg und gab !das Land seinem Bruder Socrates Christas. Bald setzten jedoch die !Römer alles wieder in den vorigen Stand, ohne daß Mithridat ^sich widersetzt hatte. Er rüstete sich aber jetzt zu einem Kriege ge- !gen Rom selbst und brach, da die Römer seine Foderungen nicht -befriedigen wollten, plötzlich gegen Cappadvcien und Bithynien zu-gleich los. Seine Kriegsmacht bestand aus 250,000 Mann Fußvolk, .50,000 Reitern, igo Sichelwagcn und 400 Schiffen. Die Streitkräfte ^der Römer mit den bithynischen Hülfsvölkern waren nicht viel ge- iringer und wurdenvon Cassius Aqniliusund Oppius angeführt. Mithri- Idates eröffnete den Krieg mit Glück. Er schlug nicht nur den Ri- .comedes, sondern auch den Aquilius, eroberte Bithynien und nah« ^einen großen Theil der römischen Flotte weg. Mit unglaublicher ^Schnelligkeit verfolgte er seine Bortheile. Phrygien, Carlen, My- .sien, das eigentliche Asien, Lycien, Pamphylien, Paphlagonien undalle Länder bis an Jvnien sielen in seine Gewalt und begrüßten iihn als den Schutzgott Asiens. Die römischen Feldherrn Oppius !und Aquilius wurden ihm sogar von den Einwohnern von Laodice« jund Lesbos als Gefangne ausgeliefert und er ließ Letzter»! zu Per-gamus geschmolznes Gold in den Hals gießen, die Habsucht derRömer damit verspottend. Die asiatischen Freistaaten Magnesia,Mitylene, Ephesus u. s. w. öffneten dem Sieger die Thore, derso große Schätze zusammenbrachte, daß er seine Heere fünf Jahrelang damit unterhalten kpnnte. Die römischen Bürger, welche)»Klein-Asien wohnten, ließ Mithridates sammt ihren Weibern undKindern umbringen. Dionysius gibt die Zahl der Ermordeten auf .150,000, andre auf 80,000 an. Sein Glück weiter verfolgen«, ^segelte Mithridates mit seiner Flotte ab, um sich der Inseln desLgäischcn Meeres zu bemächtigen. Cos ergab sich ihm; aber Rho- .dus widerstand so kräftig, daß Mithridates von seinem Borhabenabstand und nach Pergamus zurückkehrte. Bon hier schickte er seinenObcrfeldherrn Archelaus mit 120,600 Mann nach Griechenland-Athen siel durch Verrath und verschleime andre Plätze wurden er-obert, während ein andrer seiner Feldherr», Metrophancs, Euooaverwüstete. Auf die Nachricht, daß derselbe einen bedeutenden cher-lnst erlitten, ließ Mithridates seinen Sohn Ariarathes mit ein"mächtigen Armee in Macedvnien einfallen, welches nebst Thrass"