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,'n kurzem bezwungen wurde. Allenthalben waren des MithridatesWaffen siegreich, bis endlich die Nachricht, daß Italien selbst be-> droht werde, die Römer zu kräftigern Maßregeln aufschreckte.Sylla begab sich als Oderfeldherr nach Griechenland, zwang Athendurch Hunger, rieb des Archclaus Heer in einer blutigen Schlachtbei Chäronea auf, und befreite durch zwei folgende, nicht wenigerglänzende Siege in Böotien ganz Griechenland vom Feinde. Mitnicht mindern! Glück unterwarf Fimbria Klein-Asien und belagertein der Festung Pitane den Mithridates selbst, der sich nur zuSchiffe rettete. Auch die pontische Flotte wurde zwei Mal vom Lu-cullus geschlagen. So von allen Seiten bedrängt, trug Mithridatesdem Archelaus auf, Frieden zu schließen. Sylla bewilligte ihn un-ter harten Bedingungen. Mithridates wurde auf sein väterlichesReich Pontus beschränkt, und mußte den Römern 8c> bemannteKriegsschiffe nebst einer großen Summe Geldes überliefern. Kaumaber hatte Sylla Asien verlassen, als Mithridates die Colchicr angriffund sich weigerte, alle Bedingungen des Friedens zu erfüllen,
, Der römische Feldherr Muräna, der verwüstend in Pontus eingefal-len war, wurde geschlagen, und schon hatten sich viele Städte^ Asiens für den Sieger erklärt, als, vom Dictator Sylla gesandt,Aulus Gabinius in Asien erschien, um den Friedensvertrag zu be-' stätigen. Cappadocien wurde von Mithridates geräumt. Dagegenunterwarf er die Bosporer; kaum aber hatte er Sylla's Tod erfah-ren,, so beschloß er die Wiedereroberung der abgetretnen Provinzen.
. Auf seinen Antrieb fiel sein Schwiegersohn Tigranes, König vonArmenien, in Cappadocien ein, während er selbst nach Paphlago»mens freiwilliger Unterwerfung Bithynien und die Provinz Asien
> eroberte. Ein neuer Krieg mit Rom war jetzt unvermeidlich. Diebeiden Eonsuln Lucull und Cotta zogen gegen Mithridates aus,
! dieser als Admiral der Flotte, jener als Oberfeldherr der Land-macht. Zur See waren die Römer unglücklich, zu Lande hingegen
> behauptete sich Lucullus. Vorsichtig vermied er eine HauptschlachtSsgcn den überlegnen Feind, erfocht aber mehrere so bedeutendefortheile zur See und zu Lande, daß er bald als Sieger in Pon-tus stand. Während er aber Amisus belagerte, sammelte Mithcida-tes ein Heer, mit welchem er einen ansehnlichen Sieg erfocht,lucullus wußte indeß bald das Verlorne wieder zu gewinnen und?ald sah Mithridates sich genöthigt, als sein eignes Heer sich widerW empörte, nach Armenien zum Tigranes zu flüchten, der ihnzwar freundschaftlich aufnahm, aber keine Gemeinschaft mit ihmhatte. Lucullus, der inzwischen ganz Pontus in eine römische Pro-
verwandelt hatte, foderte die Auslieferung des Mityrioates,Tigranes mit der Erklärung ablehnte, daß er, obgleich er! bal. Mithridates Betragen mißbillige, es doch für niederträchtigh"cke, einen so nahen Verwandten.seinen Feinden zu übergeben,«»er aber voraus sah, daß man sich mit dieser Antwort nicht be->uhlgen werde, hielt er eine geheime Unterredung mit Mithridates,a> sicher festgesetzt wurde, daß Mithridat mit ic>,ooo Mann nachpontus gehn, dort eine Armee versammeln und mit derselben zumi btdnes zurückkehren solle, ehe noch Lucull, der Sinope belagerte,D. ^meinen einrücken könne. Sinope siel aber unerwartet schnell.Mullas schlug den Tigranes vor seiner Vereinigung mit demtbr,^ . Tigranes aber sammelte ein neues Heeer, welches Mi-- -ates nach Pontus führt», Lucullus hemmte zwar seine Fort-