368 Mittag
Mittag oder Mittagszeit
schritte durch einen Sieg, Mein während des Winters > verstärkteMithridat feine Macht, und bald schlug er die Untcrfeldherrn beiLucullus aufs Haupt, worauf er sich nach Klein-Acmeaien wandt-,um sich mit Tigranes zu vereinigen, llnrerdeß hakte an LucuLuSStelle der Consul Manius Acilius Glabrio das Comnmndo des rö-mischen Heers erhalten. Die mit diesem Wechsel verbundn? Verwir-rung hakten die verbündeten Könige benutzt, sich den größten Theilvon Pontus, Bithynien, Cappadocien und Klein-Armenien zu unter-werfen. Da trat Pompejus an die Spitze der Römer. Nachdem ervergebens den Frieden angeboten und eine Hauptschlacht gesuchthatte, schloß er Mithridat in seinem Lager, nicht weit vom Eu-phrat, ein. Dieser schlug sich zwar durch, wurde aber von den ver-folgenden Römern in einem engen Thäte angegriffen und erlitt dieentschiedenste Niederlage. Nur mit 800 Reitern entkam er selbst.Da Tigranes ihn nicht aufnehmen wollte, ging er nach Colchis;aber Pompejus folgte ihm und zwang ihn, sich auf dem Gebieteeines scythischen Fürsten zu verbergen. Man hielt ihn für todt, alser plötzlich wieder in Pontus erschien, Truppe» sammelte, zugleichüber dem Pompejus Friedensvsrschläge machte. Da sie sich nichtvereinigen konnten, begann der Krieg. Die Macht der Römer idPontus war nur gering und Mithridates machte Fortschritte. Baldaber empörten sich die Einwohner; feine Nachbarn versagten ihmihren Beistand. Dennoch schlug sein unbeugsamer Senn die vonPompejus angebotnen Friedensbedingungen aus. Er fahre denabenteuerlichen Entschluß, an der Spitze seines Heeres zu denGalliern, an die er Gesandte abgeschickt hatte, vorzudringen undvereint mit ihnen in Italien einzubrechen. Als er sich aber am Be<-porus cimmericus gelagert hatte, brach eine Empörung im Heereaus, an deren Spitze sein eigner Sohn Pharnaccs stand. Da nichtsdie Aufrührer zur Pflicht zurückführen konnte, stürzte sich Mithrida-tcs, weil genommenes Gift wirkungslos blieb, in sein Schwert,um nicht den Römern lebendig überliefert zu werden. So endigtedieser große König im I. 64 vor Christi Geb., nachdem er fast 5 °Jahre über Pontus regiert und die Römer unter ihren größten Feld-herrn oft und lange mit Glück bekriegt hatte.
Mittag ist diejenige von den vier Weltgegenden, wo duSonne und die übrigen Gestirne, von unsrer nördlichen Halbkugelaus betrachtet, bei ihrer scheinbaren täglichen Bewegung die gröhleHöhe am Himmel haben.
Mittag oder Mittagszeit ist der Augenblick, in welchemder Mittelpunkt der Sonne in den Mittagskreis eines Orts tritt.sBergl. Culmination.) Die Astronomen fangen den Tag vom Mit-tage an und zählen nach einander vier und zwanzig Stunden biszum nächsten Mittage fort. In Deutschland und den mehrsteaeuropäischen Ländern wird dagegen in der bürgerlichen Zeitrechnungzwölf Stunden nach dem Augenblicke des Mittags, also in demAugenblicke der Mitternacht angefangen und von einem Mittagebis zum andern in zwei Mal zwölf Stunden getheilt. Sowohl dieastronomische als bürgerliche Zeitrechnung richtet sich nach dem w a ?°ren Mittag, welchen die Sonnenuhren, Gnomons und anorMittel angeben. Von dem wahre» ist der mittlere Mittag verscyi-dcn; jener erfolgt bald früher, bald später als dieser,
vier Mal im Jahre mir dem mittlern Mittage gleich,uttng gibt den Unterschied an.
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