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Schwert eben dahin wallen, um mit Todesgefahr jene heilige Stätte hvon den sie verunreinigenden Ungläubigen zu befreien Ausnebwend ageeignet war diese schwärmerische Hingebung ^der Gemüther, die rohe j j,Krall jener Zeit zu mildern und meittebli» und liebenswürdig zu wo- nch-'ii; aber eben sie wußten eigennützige M.n ck-cn zu selbstsüchtige» ^ ZZwecken trefflich zu benutzen. D>r Gewissenszwang und die ^
Ketzer- und Judenermordungen, der üppige Gl.nz des päpstliche» l ^Hofes und die ganze weltumkiammernde Masilrne der Hierarchie dwueden die traurigen Früchte dieses teuflischen Mißbrauchs. Le« ^ jjweltlichen Arm dem das Lebnswcicn, das Heer der Vasallen, alle!» s>Festigkeit und Beweglichkeit verlieh, gegenüber, bildete der Papst hum sich aus Erzvischöfen, Bischöfen lind Pfarrern, noch mehr ab» . xaus Ordenegencralcn, Provinzialen, Äbten und Mönchen ein »»- ggeheures Heer, unüberwindlich durch seine Macht über die Ei- > stwissen und durch die geistlichen Waffen, die ihm und seinem Haurtl yzu Gebote standen. Nach Aller Glauben im Besitz der Gewalt, für tz
diese und jene Welt glücklich und unglücklich zu machen, auf Ewig- p
keilen zu b>nden und zu lösen, beherrschte der Papst unumschränkt r,die Gemüther der Christe». Alle Könige der Abendländer erkann- nten ihn für den lebendigen Statthalter Christi, viele waren ihm nlehnspfli'chtig, viele zinsbar, fast alle gehorsam und unterthänig, >joder i» kurzer Frist des! nichtigen eitel» Kampfs gegen die Überlegt»- j Aheit unglückliche Opfer. In einer Zeit, wo man in den wenig- - dsten Ländern daran dachte, die Fürsten durch Staatsgrundgesetze j« ^ Ibürden, wo sie, nach dem Geiste der Zeit, alles wagten, was sie - stvermochten, war es unschätzbarer Gewinn, daß der Papst Jahrh»«- dderte lang allein mit den Völkern gegen ihre Anmaßungen standi staber die Üppigkeit, Grausamkeit, Herrschgier und Verfinsterung?- d
sucht der Geistlichkeit vom Papste hinab bis zum untersten Vettel- j
inönch blieb ein Fluch und Schandfleck des sonst an herrlichen Er- Lscheinungen so reichen Mittelalters. Vergeblich strebten durch Er- jtnnerung an die Einfachheit und Reinigkeit der alten Kirche Be- ! stgeisterte, wie Arnold von Brescia und die Waldenser, Wikleff und g
Huß und seine Anhänger, die neue Babvlon zu stürzen; sie fanden u
bei Zeitgenossen, der Übermacht der Kirche zu gewohnt undl»rGeistesfreiheit noch nicht reif, wenig Gehör, und größtenteils!« tzihrem edeln Streben den schmählichsten Untergang. Neuen Feind!» hwußte die Hierarchie neue Bollwerke entgegenzusetzen; Bettelord!» stund Inquisition mußten das aufdämmernde Licht des igten Jahrh»»' st-erts verhindern, in ihr Reich der Finsterniß zu dringen; Bam- astrahlen und Interdikte erhielten die Christenheit rn Furcht und M- efern; bis endlich, als die Zeichen der Zeit, allgemeine Verbreit»»!! g
freien Nachdenkens in den Wissenschaften, eine verständigere pro- b
nung in den Monarchien, und Abkühlung der religiösen Schwärm' dsei schon verkündeten, wie das Mttelalter zum Ende sich neige, der kein; ge Luther die Mündigsprechung Europa'» vor Europa's Aug>» »feierlich vollzog, Jene Zeit voll Kämpfe und Thaten, Stolz »»» dFreiheit, Hingebung und Liebe, Begeisterung und Andacht MW> «eine poetische Zeit seyn; jene Menschen, die alles, was sie heg-!»' dpe», mit so ganzer Kraft, mit so kindlicher Unbefangenheit triebe»- bwußten der Dichtkunst fähiger seyn, als irgend welche vor odernaq stihnen. Namentlich murren die Ritter durch ihr zwischen Krieg »» st
Liebe, festlicher Pracht und religiösen Übungen getheiltes Leben » ' st
Mittelbar uns unwillkürlich poetisch gestimmt und aus poetische^' ^