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der Zauberer Merlin u. A. geboren. Zu diesen beiden kam noch ,der dritte, ursprünglich französische, Fabclkreis von Carl demGrosten und seinen Pärs, von Roland, dem Zauberer Malegys,den vier Haymonskindern. Den Spaniern eigenthümlich und zu kei,nein dreier drei Kreise gehörig, ist der Roman von» Amadis vonGallien. Außer diesen Stoffen verarbeitete die poetische Lust desMittelalters auch historische Begebenheiten der ältern und neuernZeit, besonders Alexanders des Großen Thaten und die Kreuzzügeauch biblische Geschichten, und sogar die Stoffe der ältern Epo-peen Homers und Birgils zu neuen großen Dichtwerken von frei-lich nicht gleichem Werth (s. Minneffnger). Aber, mochte es arpolitischen Ursachen, oder an der Vergänglichkeit alles Schönen lie-gen, oder, wie wir glauben, an dem Verfall der Ritterschaft, de»Pflegerin dieser Poesie, und überhaupt an dem zunehmendenSchwinden der Kindlichkeit, in der sie lebte, vor dem herannahen-den nachdenklichen Mannesalter, die letzten Jahrhunderte deSMittelalters waren der Poesie im höchsten Grade ungünstig. DieGesänge verstummten in Deutschland, Frankreich und Spanienschon von» i4ten Jahrhundert an fast ganz; nur Italien hatte nunerst seinen Petrarca und Boccaccio, England seinen Chaucer. Wemkeine Fabel in jenen drei unendlich reichhaltigen Kreisen geweserwar, die im iZten Jahrhundert nicht von Mehrern »in die Wettebearbeitet worden wäre, wenn die manessische Sainmlung allenvon hundertundsechsunddreißig Dichtern dieses Jahrhunderts gegensunfzehnthalbhundert Minnelieder enthält, so stand dagegen se-tdem i4ten unter den Rittern fast kein einziger Dichter mehr aus;die epischen Dichtungen der alten wurden über prosaische Romaie,in denen man ibre Fabeln verwässert hatte, vergessen, und die Ly-rik siel in Frankreich und Deutschland in die plumpen HändelnMeistersänge»", die sie zerdrückten, und todt, wie sie war, durchRegelzwang und zünftischc Strenge im Scheinleben, das ihnen einwahres und gar vortreffliches dünkte, zu erhalten sich mühten (stMeistersänge»»). So blieb es auch im izten Jahrhundert; das,gleichsam nur den großen Weltbcgebenheiten, die sich vorbereiteten,aufhorchend, und den Kämpfen, die ihnen vorhergingen, so wieder Reflexion, die sie erzeugte, hingegeben, fern war von dem fröh-lichen Geistesspiel, von der friedlich unbefangnen Selbstbctrachtungund Umschauung glücklicherer und poetischer Zeiten. Erst ar» äußer-sten Ende des Mittelalters, oder vielmehr als es nur in der Er-innerung noch lebte, als auch jener antienthusiastische Enthusias-mus der Reformatoren und die Bewegungen, die er erregte, schonwieder etwas sich gelegt hatten, rief Ariost die Fabeln von denPärs des großen Carls, zu einem neuen großen Gedicht sie bildend,aus der Sphäre der Kindcrmährchen wieder in die der Dichtkunst, 'und Spanien und England erhielten jetzt erst in Cervantes undShakspeare neue Rationalpoesie. Welcher Unterschied aber zwi-schen diesen schöpferischen, ihre Stoffe beherrschenden Geistern, du
die ganze Seele in ihre Dichtungen ausströmten, so daß man nichtweiß, ob man mehr das Gemüth, in dein sie gefühlt, der Phanta-sie, in der sie gebildet, oder den Verstand, in dein sie geordnetsind, bewundern soll, und in deren Werken humoristische, oft iro-nische, Nebentendenz oder Hintergrund die Söhne der neuern Znisogleich verkündet, und zwischen jenen kindlichen Sängern de§ Mu- ,teialters, die die Welt nahmen, wie sie war, und mehr Organe drr ^