Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
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Zyo Mogul Molay j

Füll die beste Modulation zu wählen. Eben durch sie kann derAusdruck sehr unterstützt werden. In Stücken von sanftem und ru-higem Associe ist es nicht erlaubt, so oft auszuweichen, als rn de-nen, die ungestüme und heftige Leidenschaften auszudrücken habt».Empfindungen unangenehmer Art vertragen und crfoder» im Gegen-theile eine Modulation, die einige Härte hat, da ein Ton gegen ,seinen nächsten Ton eben nicht allzustark contrastirt. Wo alles, .was zum Ausdruck gehört, in der größten Genauigkeit beobachtet §wird, da sollte auch die Modulation so durch den Ausdruck bestimmt >werden, daß jeder einzelne melodische Gedanke in dem Tone vor-käme, der sich am besten für ihn schicken dürfte. Zärtliche undschmerzhafte Melodien sollten sich nur in Molltönen verweilen unddie muntern Durtöne, die in der Modulation des Zusammenhangeswegen nothwendig zu berühren sind, sollten gleich wieder verlassenwerden. Es ist einer der schwersten Theile der Kunst, in der Mo-dulation stets untadelhast zu seyn. Daher ist es in der That zubedauern, daß diejenigen, welche über die Theorie der Kunst schrei-ben, sich über diesen wichtigen Gegenstand so wenig verbreiten undgenug gethan zu haben glauben, wenn sie zeigen, wie man mit gu-ter Art von dem Haupttone durch den ganzen Cirkel der vierund-zwanzig Töne herumwandcln und am Ende wieder in den erste»Ton einlenken soll. kg.

Mogul, s. Mongolen. l

Mo ha c s oder M o Hots h, ein Marktflecken in Nieder-Ungut», !in der baranyer Gespannschaft, nicht weit von der Donau, mit ei-nem festen Schlosse, wird von Ungarn, Deutschen und Raitzen be-wohnt, und ist vorzüglich wegen der Schlacht berühmt, in welcherdie Ungarn im Jahre ignü von den Türke» eine totale Niederlege -erlitten und der König von Ungarn, Ludwig II., auf der Flucht b«dem Dorfe Czelje in einem Sumpfe erstickte. Später verloren je-doch auch die Türken bei Mohacs eine, wenn gleich weniger bedeu-tende Schlacht gegen die Kaiserlichen, welche vom Herzog von Lo-thringen befehligt wurden (iö87).

Mohren, s. Neger.

Molay (Jacques de), ein Burgundier, der letzte Großmeisterdes Tempelhcrrndrdens, zu Anfang des iHen Jahrhunderts. Dieansehnlichen Reichthümer seines Ordens und der Stolz seiner Rittererweckten den Neid der Großen und die Unzufriedenheit des WolkS.Im I. 1Z07 ließ König Philipp der Schöne von Frankreich ausdie Anklage zweier Bvsewichter, eines abtrünnigen Ritters und ei-nes Bürgers von Bezicrs, mit Einwilligung des Papstes ClemensV-, alle Ritter verhaften, und bemächtigte sich des Tempels »"Paris und aller ihrer Urkunden. Der Papst hatte dem Großmeisteranbefohlen, nach Frankreich zu kommen, um sich wegen der Berbre-chen, deren der Orden angeklagt war, zu rechtfertigen. Er >»».>

damals auf Cypcrn, wo er kräftig den Türken widerstand, Aufo»an ihn ecgangne Ladung erschien er mit sechzig der tapfersten Rit-ter, unter denen Guy, Dauphin von Auvergne und Hugo vo"Peralde waren, zu Paris. Alle wurden in Einem Tage verhawund siebenundfunfzig starben im Mai izii auf dem Scheitersi-nfcn. Der Orden wurde im folgenden Jahre durch ein Concu">aufgehoben, und Molay, Guy und Hugo blieben im GefangnUi ^izlz, wo man ihnen den Prozeß machte. Sie gestanden die -0 -

brechen ein, die man ihnen Schuld gab, in der Hoffnung, aus « -