Band 
Sechster Band. M und N.
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slüff: des Landes sind der Skrcth, der Pruth, der Dntester und ander Südostgränze die mächtige Donau, welche das Land mit demschwarzen Meere in Verbindung setzt. Die Einwohner sind wallachi-scher Abkunft, reden die wallachische Sprache und bekennen die grie-chische Religion. Unter ihnen leben zugleich viele Türken, Russen,Polen, Raitzen und Armenier. Der Fürst, welcher Hospodar heißt,ist ein Vasall der Pforte, die ihn willkürlich ein - und absetzt. SeineEinkünfte schätzt man auf anderthalb Millionen levantischer Piaster.Die ansehnlichen Summen, welche jährlich für die Landesproducteeingehn, werden durch die Habsucht der Fürsten und durch die gro-ßen, ordentlichen und außerordentlichen, Abgaben und Geschenkeverschlungen, welche für die Erlangung und Bestätigung der Für-stenwürde am türkischen Hofe entrichtet werden müssen, so daß dieEinwohner gröhtentheils arm bleiben. Dazu kommt, daß, unge-achtet dem Lande, da sich der Fürst desselben, Bogdan, izry demSultan Soliman I. freiwillig unterwarf, nur ein mäßiges jährli-ches Geschenk an die Pforte auferlegt wurde, doch in spätern Zei-ten die Erpressungen außerordentlich waren. Die Capirulationsur-kunden wurden i6§6, als König Johann lll. von Polen eingefal-len war, auf dessen Befehl oder Zulassung zu Jaffy öffentlich ver-brannt. In den Kriegen zwischen der Pforte und Rußland ist dieMoldau immer der Schauplatz gewesen. In dem letzten Kriege warsie ganz von Rußland erobert, und bereits 1810 für eine russischeProvinz erklärt; die im I. 1812 aber eingctretnsn Verhältnisseverschafften den Türken vorthcilhaftere Bedingungen, so daß sie i»dem Frieden, der in demselben Jahre zu Ruschtschuk geschlossenwurde, nebst den übrigen Verlornen Provinzen, auch den größtenTheil der Moldau zurückerhielten, und gegenwärtig der Pruthdie Gränze macht.

Mole (Fran<:oiS-Rene), ein berühmter französischer Schauspie-ler, geboren zu Paris 1734. Er war für die juristische Laufbahnbestimmt; aber seine überwiegende Neigung für die Schauspielkunstzog ihn aufs Theater. Er trat 1754 im Brirannicus und in derZeneide auf; aber seine schwache Stimme verhinderte damals seineAufnahme. Im I. 1760 betrat er abermals die Bühne, und imfolgenden Jahre wurde er angestellt. Von ihm sagt Dorat in sei-nem Gedicht von der theatralischen Deklamation:

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Triller, xorir söäuire, N a iniUe Leeret«,

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Mole glänzte zwanzig Jahre lang in der Tragödie, selbst an LeKains Seite, durch die Wahrheit, womit er leidenschaftliche Rol-len darstellte. Voll Gefühl im Schauspiel und unvergleichlich >"den Stutzern der Komödie, spielte er in diesen drei Fächern «udem ausgezeichnetsten Erfolg. Nach Belecourts Tode 1778 »ver-nahm er "die Charakterrollen, und gewann sich auch hier allgemeinenBeifall, Er starb im I. 1802 in einem Alter von 67 Jahren.Seine Oi>5«rvlll1on» snr I'üit lirauioriguo erwarben ihm eineStelle im Nationalinstitut. Außerdem ist von ihm eine LioxoLlaäewoisoUs Hlan^svilts im Druck erschiene».

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