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, hatte ein anderes komisches Ballet, I s m-nls^s koros. Ein demGrafen Grammont zugestoßnes Ereigniß hatte den Stoff dazu gege-ben. Don stuau ou 1s tesriu ris pisrro machte wenig Wirkung,
Der Verfasser strich bei der zweiten Vorstellung einige Lästerungen,die er einem Gottlosen in den Mund gelegt hatte. D'Amourmsäsoin schien auch eins von den übereilten Werken, die mannicht streng beurtheilen darf. Moliere führte zuerst in diesem Stückedie Arzte auf, wozu, wie man sagt, ein unwissender und geizigerArzt ihm Veranlassung gab, der ihn übertheuert hatte. Großenund wahren Ruhm erwarb sich der Dichter durch seinen Missn-riiroxs, ein Stück, das Anfangs nur mäßigen Beifall fand, in der' Folge aber mit Recht als eines der schönsten Werke der neuern Ko-
I mödie betrachtet worden ist. Dennoch muß man gcstehn, daß cS
i mehr jim Zimmer bewundert worden, als auf dem Theater gefallenhat. Voltaire findet den Grund davon darin, daß die Intriguemehr fein und sinnreich als lebhaft und interessant ist, daß die Un-terredungen bei aller Schönheit nicht immer nothwendig erscheinenund dadurch die Handlung aufhalten, und endlich daß die zwar sehegeschickt herbeigeführte Auflösung den Zuschauer doch kalt läßt. Erfetzt hinzu, daß übrigens der Misanthrop eine feinere und schönereSatire sey, als die Satiren des Horaz und Bsileau und wenig-stens eben so gut geschrieben; daß es aber interessantere Komödien
! gebe, und daß z. B. der Tartufe dieselben Schönheiten des Styls
mit einem viel hervorstechender» Interesse vereinige. Im I. 1665erschien De malails rusigrs luü» eine sehr lustige Farce. Ds 8ioi-, Iwu 0» 1 'Amoui psiotrs ist ein kleines Stück, das durch Anmuthund Galanterie gefällt. Aber die Bewunderung stieg aufs höchste,als der Isrcufo erschien. Umsonst erhoben sich die Orgone, dieSchwachköpfe und die Scheinheiligen gegen den Verfasser, daSStück wurde gespielt und beklatscht. Die Heuchelei ist darin voll-kommen enthüllt; die Charaktere sind eben so mamüchsaltig alswahr, der Dialog ist gleich fein und natürlich. Anfangs wurdeTartufe verboten. Acht Lage darauf gab man am Hose eine höchstfreie Posse, betitelt Scaramouche. Beim Weggehn sagte der Königzu dem großen Conde: „Ich möchte wissen, warum die Leute sogewaltigen Anstoß an Moliere's Stück nehmen, und nichts überSoaramouche sagen?" — „Die italienischen Schauspieler," ant-wortete der Prinz, „haben nur Gott, die französischen aberdie Frommen beleidigt." — Zm I. iüü8 gab Möllere den Lmplii-rryem, eine freie Nachahmung des Plautus. Mit Ausnahmeeiner langweiligen Scene zwischen Jupiter und Alcmcne gibt esnichts Lustigeres. l.'A.vois, eine andre Nachahmung des Plautus,>st im Hauptcharaktcr ein wenig übertrieben; aber die Menge wirdnur durch starre Züge getroffen. Schwerer möchte es seyn, Rous-seau's Tadel zu widerlegen, daß das väterliche Ansehn in diesemStucke herabgewürdigt werde. Oeor^s Dsuüiu nu !s iVlsri cou-tonün, Monsieur As pourcosu^uso, Des IMurbvriss >1« 80a-sind mehr belustigender als belehrender Art. Do HourAsoisb:emi»ic>-r>ms, obgleich auch mit einigen Possen gemischt, ist ungleichkomischer und voll Kraft. Mit mehr Sorgfalt arbeitete Moliereseine t'smiuss savsurss, eine sinnreiche Satire der falschen Schön-geisterei und der pedantischen Gelehrsamkeit, welche damals im Ho-kel de Rambouillet herrschten. Die Ereignisse sind, wie in manchenander» seiner Stücke, nicht immer gut verbunden; aber der Gegen-