3y8 Möllendorf
N^agenund vertheidigte sich drei Stunden lang, bis ihm Herr Du-mvulin zu Hülfe kam, der ihn gänzlich frei machte. Die Feind!ließen 40 Todte auf dem Platz, der Verlust der Bedeckung war g«,ring, nur daß Franklini ungefähr Zc, Wagen ausspannte und di«Pferde mit sich nahm. Zwar sind," fügt der König hinzu, „Bor-sä lle der Art nur unbedeutend, aber sie machen der Nation und dl«-seligen!, die dabei waren, zsi viel Ehre, um solche Thaten in Bu-ge ssenheit begraben zu lassen, die bei der Nachkommenschaft ckKuim zur Racheiferung werden können." Möllendorf befand sich i»diesem zweiten schlesischen Kriege bei der Belagerung von Prag u«!in den Schlachten bei Hohenfriedberg und karr, in welcher letztemer stark verwundet wurde. Im Jahre 1746 wurde er vom Fähnrichgleich Hauptmann, und erhielt eine Compagnie bei dem Regim»!Ge rde. 1757 war er bei der Belagerung von Prag und in dl»Schlachten bei Roßbach und Leuthen gegenwärtig. In der letztemzeichnete er sich durch einen wüthigen Angriff des Dorfes lieuthe»,der Einfluß auf das Schicksal des Tages hatte, aus, und erwartsich dadurch den Orden pcur leMerite. Er wohnte der Belagerungvon Breslau bei, wurde 1758 Major und Commandeur des dritte«Bataillons Garde, und war bei dem Überfalle von Hochkirch gegni-wä rlig. 1760 wurde er Commandeur des Garderegiments und fochtmü: demselben in der Schlacht bei Liegnitz, nach welcher ihn der Kö-nig zum Obristlieutenant erhob. In der Schlacht bei Lorgau mIt m November desselben Jahres war er es, der zu einem Mario««»rir th, das die glücklichsten Folgen hatte, und das Schicksal dichtgr oßcn Tages für Preußen entschied. Doch hatte er dabei für sei«!Pe rson das Unglück, gefangen zu werden, wurde aber im Anfang!de>> Jahres 1761 wieder ausgewechselt, und einige Monate daraufzum Obersten bestellt. 1762 im Sommer, kurz nach der Belagerungvon Schweidnitz, eroberte er mit seiner B'.sigade den wichtigen vtt-schanzten Posten bei Burkersdorf und avancirte darauf zum Gene-ralmajor. 1774 ward er Generallieutenant. Im bayerschen Erb-folgekriege stand er bei der Armee des Prinzen Heinrich in Sachse«und Böhmtn, und befehligte ein eignes Corps, mit dem er i?7?m itten im Winter eine glückliche Expedition bei Bautzen ausführte,Und zur Belohnung den schwarzen Adlerorden erhielt. 1783 wurdeer Gouverneur von Berlin und wirkte auch mächtig auf eine mil-dere Behandlung des gemeinen Soldaten, die damals noch g«rni cht im Preußischen berücksichtigt wurde. In den letzten kebkns-ja.hren des großen Friedrichs befand er sich oft um dessen Perso«,und war vielmals sein alleiniger Gesellschafter. Im I. 17L7er General der Infanterie. Nachdem der Herzog von Bra«»-sch wcig im I. 1794 das Obercommando der preußischen Armeen amRiet» niedergelegt hatte, übernahm der nunmehrige FeldmarsMM illendorf dasselbe, und wußte gegen die übermächtigen franzD-schcn Armeen stets das Gleichgewicht zu behaupten. Obwohl emGreis über 80 Jahr, folgte er dennoch in jenem verhängnisvoll!«Ktriege vom Jahre L8c>ü der Stimme des Vaterlandes und demtLufe seines Königs, und gerieth, nachdem die Schlacht von Jl««»niglücklich für Preuße» entschieden, zu Erfurt erkrankt in staiMfische Gefangenschaft; doch wurde er mit der Achtung, die semwVerdiensten und Jahren gebührte, behandelt, und erhielt die b, -llaubniß nach Berlin zurückzukehren. Er starb in einem yoMNffAlter» und wenn der Tod dieses ausgezeichneten Veteranen nn?