Band 
Sechster Band. M und N.
Seite
399
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Mollusken Molwitz Z99

ganz die Sensation hervorbrachte, die man hätte vermuthen sollen,so ist die Ursache davon in den damaligen Verhältnissen seines Va-terlandes zu suchen. 1'lt-

Mollusken (im lateinischen IVIolluscs), eine äußerst merk-würdige Gattung von Würme.n, deren Naturgeschichte noch sehrim Dunkeln liegt. Sie bilden nach dem linneischen System diezweite Classe der Gewürme (vorrnss), und unterscheiden sich vonden ilttesriiiis, oder den in den Eingeweiden der Menschen undThiere lebenden Würmern vorzüglich dadurch, daß sie Gliedmaßenbesitzen, welche diesen fehlen. Einige Arten von Mollusken ausge-nommen, der denen man eine etwas härtere Bedeckung wahrgenom-men hat, sind sie ohne alle Bedeckung, und m-t Gliedmaßen verse-hen, die ihnen zu Sinneswerkzcugen zu dienen, und ihre Bewegungund Ernährung zu fördern scheinen. Mit Ausnahme der Garten-schnecken halten sie sich meist im Wasser und vorzüglich im Meereauf, welches sie durch eine phosphorische Materie, die von ihremKörper ausgeht, des Nachts erleuchten. Indessen hat man wohlUnrecht gethan, wenn man den Glanz, der sich zur Nachtzeit bis-weilen auf dem Meere zeigt, ganz allein auf Rechnung dieser glän-zenden Mollusken gesetzt hat. Bon denjenigen, bei denen derMund oberwärts ist, gibt es sieben Gattungen: Actinia, Ascidia,Elava, Dagyiia, Nammaria, Pedicellaria, Sälpa; von denjenigen, beidenen der Mund sich vorn befindet, zwei Gattungen: Dsrrrs undPetrotrachea; von denen, die den Mund vorn und an den Seitendes Leibes Öffnungen haben, vier, nämlich Doris, Laphysia, Limax,Tethys; von denen, die den Mund vorn und an der «ordern Seitedes sseibcs Fühlhörner haben, zwei, nämlich Holothuria und Tere-bella; von denen, welche den Mund vorn haben und mit Gliedma-ßen, welche Armen gleichen, versehen sino, sieben, als: Clio, Lcrnäa,kobaria, Onchidium, Scylläa, Sepia, Triton; von denjenigen,welche den Mund vorn und Füße haben, fünf, nämlich Lmphi-tnte, Aphrodita, Nais, Nereis, Spio; von denen, welche denMund unten und im Allgemeinen in der Mitte haben, fünf: Aste-rias, Echinus, bucernaria, Medusa, Physsophora.

Molo ist ein in einem Hafen, und zwar in das Wasser hinein,von!großen Quadersteinen aufgeführter Damm, in welchem ein Ein-gang für die Schiffe befindlich ist, der mit einer Kette geschloffenwerden kann. Ein solcher Molo ist für den Hafen von großemWortheil, indem er nicht nur den Sand und Schlamm abhält, son-dern auch die Schiffe vor den Wellen und vor feindlichen Angriffensichert.

Molucken, s. Gewürzinseln.

Molwitz, ein schlesisches Dorf unweit Brieg, bei welchem amloten April 1741 die bekannte Schlacht zwischen den Preußen undÖsterreichern vorfiel, die, nachdem der Ausgang lange geschwankthatte, endlich durch die Anstrengungen Schwerins zum Vortheil derPreuße» entschieden wurde. Friedrich II. wohnte ihr persönlich bei;dro Art aber, wie er sich benahm, ließ kaum den großen Feldherrnahnen, als den er sich später zeigte. Er verließ das Schlachtfeld

dem Ende der Schlachten dem kritischsten Augenblicke, und wurde^rch hie Siegesbotschaft nicht wenig überrascht; wiewohl dieser^age in Ricolai's Anekdoten widersprochen wird. Der König sagteEigens selbst, daß er den Krieg damals noch nicht verstanden und