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bedeutende Fehler gemacht habe, daß aber diese Schlacht für ihn uniseine Truppen eine Schule gewesen sey.
Molza (Francesco Maria) geboren zu Modena im I. iMverdient unter den italienischen Dichtern von zweitem Range eineehrenvolle Erwähnung. Er stammte aus einer angesehnen Familie,brachte seine Lebenszeit meistens zu Rom hin, und stand mit dengrößten damals lebenden Köpfen, einem Bembo, Sadoleto, §aro,Pietro Vettori, in freundschaftlicher Verbindung. Seine Talentewürden ihm gewiß eine glänzende Laufbahn eröffnet habe», wen»nicht seine Ausschweifungen ihn in Mißcredit gesetzt hätten. Unterseinen Poesien werden besonders seine Stanzen auf das Porträt derGiulia Gonzaga, und die Ninfa Tiberina, ein poetisches Gemähldein Ottava rima geschätzt. Sein L-»xirolo in toll« cl«i stctzi ist einobscönes Gedicht; Annibal Caro hat es commentirt. Auch als latei-nischer Dichter hat sich Molza vortheilhaft bekannt gemacht. Erstarb 1544. Erst im I. 1747 ist eine vollständige Sammlung seinerWerke erschienen, welche der Abt Serassi zu Bergamo nebst einerweitläustige» Biographie des Dichters in zwei Bänden herausgege-ben hat; der zweite Band enthält die Gedichte Porrino's, einetZeitgenossen von Molza. — Ein Enkel des ebengenannten Mol»,Namens Tarq uinio Molza, der als ein Mann von großer Ge-lehrsamkeit in hohem Ansetzn stand, und von Lasso, Guarini undAndern zu Rathe gezogen wurde, hat ebenfalls italienische und latei-nische Poesien hinterlassen.
Mömpelzard, französisch Montbeillard, ernevormaligege-färstete Grafschaft zwischen der Franche Comte, Lothringen, dmSundgau und dem Elsaß, welche dem herzoglichen Hause Wirteis-berg - Stuttgart zugehörte. Dieses Land ist größtentheils bergigund hat Überfluß an Holz, Eisen, Schiefer und Steinkohlen, dabeiguten Wein-, Hanf- und Flachsbau und ansehnliche Viehzucht. DuZahl der Einwohner belauft sich aus 15,000, welche meistens derlutherischen Religion zugethan sind. Die gesammtcn Einkünfte (dudazu gehörigen Herrschaften mit gerechnet) schätzte mau auf 560,000Livres. — Die Grafschaft kam als ein Theil des burgundischen Kre>-ses mit demselben im I. 1052 an Kaiser Eonrad II Won dieser Zeitan regierten die Grafen darin erblich. Im I. 1ZY7 kam das Land,durch Wcrheirathung der mömpclgardischen Erbrachter, Henriette, nmEberhard von Wirtcmbcrg, an dieses letztgenannte Haus. Zu amfang des irte» Zahrhunderts wurde es einer besondern wirtembcrguschen Linie zu Theil, deren Stifter Ludwig Friedrich war. Nachdem Tode des letzten Herzogs von dieser Linie, Leopold Eberhard,im I. 172z wurde der Besitz des Landes dem Herzog zu Wirtemberg-Stuttaart zugesprochen, obwohl Leopold Eberhard mir seinen er«Gemahlinnen ungleichen Standes, nämlich einer Gräfin von Spane«und den beiden Freiinncn von l'Espcrance, Kinder hinterlassenhatte. Sie wurden mit einem Jahrgelde von 14,000 Gülden abgest«-den, wogegen sie ihren Ansprüchen eidlich entsagten. Die Grafschaft^«hörte zum deutschen Reiche, ohne einem Kreise einverleibr zu seyn. -diedamit vcrbundnen Herrschaften Klamont, Eicmont Hericourtmi
Ehatelot, nebst Groagcs, Clcrval und Paffavant stanken aber uiiie
französischer Landeshoheit, welche Wirtemberg auch 1748 nach langeWeigerung anerkannte. Die Herrschaft Franquemont war em L«-»des Bisthums Basel. Im I. 1786 fand eine Ausgleichung und liue-tauschuns mit Frankreich Statt, wodurch Mömpelgard i» eine»
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